Zeitung Heute : 4000. US-Soldat im Irakkrieg getötet

Bagdad - Seit Beginn des Irakkrieges sind 4000 US-Soldaten getötet worden. Die Schwelle wurde am Ostersonntag erreicht, als vier US-Soldaten südlich von Bagdad mit einem Sprengsatz in die Luft gejagt wurden. Wie die Internetseite www.icasualties.org auflistet, sind 3992 Todesfälle von den US-Streitkräften bestätigt. Das verlustreichste Jahr seit Kriegsbeginn am 20. März 2003 war 2007 mit 901 toten US-Soldaten. US-Präsident George W. Bush zeigte sich bekümmert, schloss einen Kurswechsel aber aus. Bush sei „natürlich betrübt“, sagte eine Sprecherin Bushs am Montag. Die Entscheidung zur Invasion halte der Präsident nach wie vor für richtig. Über die Zahl der getöteten Iraker gibt es keine gesicherten Erkenntnisse, Schätzungen reichen von 80 000 bis zu mehr als einer Million. Die irakische Regierung und die Weltgesundheitsorganisation schätzten die Zahl der getöteten Iraker im Januar auf zwischen 104 000 und 223 000. Das Magazin „The Lancet“ hatte im Juli 2006 hochgerechnet, dass es rund 655 000 getötete Zivilisten geben müsse. Diese Berechnung schloss indirekte Kriegsfolgen wie mangelnde medizinische Versorgung und Mangelernährung mit ein. AFP

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben