Zeitung Heute : 60 Todesopfer bei illegalen Einreisen

Der Tagesspiegel

Potsdam. Beim Versuch über die Oder nach Brandenburg zu gelangen, sind zwischen 1993 und 2001 laut Polizei 60 Menschen ums Leben gekommen. Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) dementierte in einer entsprechenden Antwort auf eine parlamentarische Anfrage zugleich Zahlen aus einer Dokumentation des Vereins „Antirassistische Initiative e.V.“ (ARI), nach der mehrere hundert Ausländer im genannten Zeitraum beim Grenzübertritt und anderen Anlässen gestorben seien.

Die Zahlen seien nicht durch nachvollziehbare Quellenangaben belegt, betonte Schönbohm. Es gebe keinerlei Erkenntnisse über Todesfälle bei drohenden Abschiebungen oder deren Durchführung, wie die ARI behaupte. Ebenso seien keine Fälle bekannt, in denen abgeschobene Personen im Heimatland durch staatliche Verfolgung ums Leben gekommen seien. Auch die Behauptung, bei Bränden in Asylbewerberheimen seien Menschen gestorben, treffe nicht zu. Unterstützung aus Mitteln der Ausländerbeauftragten Brandenburgs, des Sozialministeriums oder des Innenministeriums bekomme die ARI nicht, stellte Schönbohm klar. dpa

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