Zeitung Heute : Ab 2001 will die Berliner Firma die Technik auf den Markt bringen

Die Berliner Firma Conaxion will im nächsten Jahr ein marktreifes Produkt für die Datenübertragung per Stromsteckdose anbieten. Die neue Vernetzungstechnologie für den Internetzugang übers normale Stromnetz für jedermann solle im ersten Halbjahr 2001 weltweit zur Verfügung stehen, teilte die in Gründung befindliche Conaxion GmbH am Dienstag in Berlin mit. Das Unternehmen ist aus einem früheren, international beachteten Projekt des Berliner Stromversorgers Bewag hervorgegangen und entwickelt so genannte Powerline-Verfahren, bei dem die Daten aus dem Internet quasi Huckepack mit dem Strom die privaten Haushalte erreichen.

Mit der Technologie Dual-Mode-Powerline (DMP) könnten Vorteile sowohl im hochfrequenten als auch im niederfrequenten Bereich verbunden und so ein Maximum herausgeholt werden, sagte Conaxion-Chef Frank Brandt. Sie ermögliche auch die Nutzung der "letzten Meile" zum Haus sowie bestehender Stromleitungen im Haus als universelles Netzwerk. Frequenzzuteilungen würden nicht benötigt, sagte Brandt.

Brandt ist nach wie vor überzeugt vom Durchbruch der Powerline-Verfahren. Zuletzt gab es skeptische Meinungen unter anderem wegen der Genehmigung von Funklizenzen. Mit dem Conaxion-Verfahren würden wichtige Funkdienste wie etwa für die Luftfahrt und Rettungsdienste nicht behindert.

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