Zeitung Heute : Ab April gelten neue Verkehrsregeln

Am 1. April tritt eine Neufassung der Straßenverkehrsordnung (StVO) in Kraft. Damit ändern sich auch für Radfahrer bestimmte Vorschriften. So müssen Radfahrer zum Beispiel von diesem Zeitpunkt an an Kreuzungen ohne Radfahrerampeln nach den für den Autoverkehr geltenden Ampeln fahren. Bisher galten für Radfahrer hier die Fußgängerampeln.

Erstmals wird auch vorgeschrieben, dass Radfahrer, die sich einen Gehweg mit Fußgängern teilen, auf diese Rücksicht nehmen müssen. Konkret heißt es: „Der Fußgängerverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, muss der Fahrverkehr warten; er darf nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren.“

Umgekehrt ist jetzt aber auch vorgeschrieben, dass auf Fahrradstraßen maximal mit 30 km/h gefahren wird. Bisher sah das Gesetz nur vor, dass mit „mäßiger Geschwindigkeit“ zu fahren sei. Jetzt gibt es nicht nur eine Maximalgeschwindigkeit, sondern auch eine Regelung, die dem Fahrradverkehr den Vorrang einräumt. So heißt es in Bezug auf die Nutzung von Fahrradstraßen durch andere Fahrzeuge: „Der Radverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, muss der Kraftfahrzeugverkehr die Geschwindigkeit weiter verringern.“

Eine weitere wichtige Änderung der StVO bezieht sich auf die Personenbeförderung. Während sich die Passage über das Mitnehmen von Kindern auf dem Kindersitz nicht geändert hat und nach wie vor vorsieht, dass „Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr von mindestens 16 Jahre alten Personen mitgenommen werden“ dürfen, „wenn für die Kinder besondere Sitze vorhanden sind und durch Radverkleidungen oder gleich wirksame Vorrichtungen dafür gesorgt ist, dass die Füße der Kinder nicht in die Speichen geraten können“, gibt es jetzt einen zusätzlichen neuen Absatz über Anhänger. Wörtlich heißt es: „Hinter Fahrrädern dürfen in Anhängern, die zur Beförderung von Kindern eingerichtet sind, bis zu zwei Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr von mindestens 16 Jahre alten Personen mitgenommen werden.“ tjs

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