Zeitung Heute : Ab- und zugeraten: Buch-Imperium

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amazon.com ist ein anderer Name für einen Turm aus Büchern, aus virtuellen Büchern: Sie befinden sich im "Netz". www.amazon.com ist der Name einer Website, der für Lesende einen fast erotischen Klang hat. Denn unter der Adresse kann man Bücher kaufen, fast alle, sofern sie nicht vergriffen sind. Klicken, bestellen - ein kleines Symbol mit einem Einkaufswagen erscheint auf dem Bildschirm, und zwei Wochen später rollt der Wagen vor die Haustür und kippt seine Ware in die Wohnung. Ein Wunder.

Hinter dem Wunder steht ein Imperium, das der aus Kuba stammende Jeff Bezos mit geringen Mitteln und trotz Millionenverlusten aufbaute. Um tausend Prozent stieg die amazon-Aktie in nur zwei Jahren. Jetzt erzählt einer die Geschichte dieses Konzerns. Robert Spector, Wirtschaftsjournalist bei USA Today, schreibt very american, plastisch und drastisch, als sei er dabeigewesen, als Bezos seine Kreditgeber fand. Das klingt so: "Hi, wir haben da diesen Online-Buchladen, und ich glaube, wir werden Erfolg damit haben!" "Get Big Fast" ist die Devise des Unternehmens: soviele Marktanteile wie möglich sichern, anderen zuvorkommen, eine kapitale Geschichte. Was passiert? Bücher oder andere schöne Sachen vereisen zur Ware, und scheinen dann doch als schöne Sachen wieder aufzutauen, wenn man sie in Händen hält und liest.

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