Zeitung Heute : ABENTEUERFILM

Reise zum Mittelpunkt der Erde

Martin Schwarz

Brendan „Macht- bei-jedem-Fantasymist-mit“ Fraser gibt hier einen Wissenschaftler, der auf der Suche nach seinem verschollenen Bruder zusammen mit seinem vorlauten Neffen, einer hübschen Isländerin und dem titelgebenden Jules-Verne-Klassiker unterm Arm zum Mittelpunkt der Erde fährt und dort diverse Abenteuer bis zum Happy End durchzustehen hat. Das ist vorhersehbar und öde, liefert zudem nur Stereotypen als Figuren. Der in 3D zu sehende Film setzt neben den üblichen Monstren wie dem unvermeidlichen Tyrannosaurus Rex vor allem darauf, immer irgendwas Richtung Kamera schießen zu lassen und somit den Erschreckeffekt beim 3D-bebrillten Zuschauer auszulösen. So beschleicht einen das ungute Gefühl, das Kino sei wieder bei seinen Anfängen gelandet: als pure Jahrmarktsattraktion. Überflüssig.Martin Schwarz

„Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“, USA 2008, 92 Min., R: Eric Brevig, D: Brendan Fraser, Josh Hutcherson, Anita Briem

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