Zeitung Heute : ABENTEUERFILM

Kon-Tiki.

Februar 1947. Ein Floß treibt allein im Pazifik, absolut nicht seetauglich. Aber es handelt sich nicht um einen Unfall, die Besatzung wartet nicht auf Rettung, sondern auf ihre Ankunft in Polynesien, 8000 Kilometer weiter westlich. Der erste Mann an Bord ist Nichtschwimmer und heißt Thor Heyerdahl. Die Geschichte der „Kon-Tiki“ gehört zu jenen, die man nicht erfinden dürfte, dazu ist sie zu aberwitzig. Alle großen Studios Hollywoods wollten den Stoff, aber Heyerdahl hatte jedes einzeln nach Hause geschickt, bis der Drehbuchautor Petter Skavlan kam. So entstand der aufwendigste norwegische Film aller Zeiten, eine gelungene Verfilmung des Reisewegs einer Theorie. Die jungen Regisseure Joachim Ronning und Espen Sandberg lassen eine Welt entstehen, zusammen- und über Wasser gehalten von nichts als ein paar Hanfseilen. Sehenswert. Kerstin Decker

GB/N/DK/D 2012, 114 Min.,

R: Joachim Ronning, Espen Sandberg, D: Pal Sverre Hagen

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