Zeitung Heute : Abenteuerreise in die Vergangenheit

Beim Sommerferiencamp im Jüdischen Museum gibt es viel zu entdecken.

Josefine Rindt[15 Jahre]
Römer, Germane oder Jude. So macht Geschichte Spaß. Foto: JMB/Rentzsch
Römer, Germane oder Jude. So macht Geschichte Spaß. Foto: JMB/Rentzsch

Eine lange Treppe mit mehreren Absätzen, von denen Türen abgehen. Die Treppe endet unvermittelt vor einer weißen Wand – wer etwas sehen will, muss durch eine der Türen gehen. Man merkt sofort, dass das Jüdische Museum kein gewöhnliches Museum ist. Es gibt viele leere Räume, die alle schief zu sein scheinen und auch die wenigen Fenster haben eine merkwürdige Form.

Aber nicht nur das Gebäude ist besonders, sondern auch die Ausstellungen. Wie der Name schon sagt, beschäftigt sich das Museum mit der jüdischen Geschichte. Die Räume sind in Zeitabschnitte eingeteilt, wo man erfährt, wie die Juden zu der jeweiligen Zeit gelebt haben. Ein Raum sieht zum Beispiel aus wie eine alte Schule, es gibt alte Hefte und Filme von Schulkindern aus vergangenen Zeiten, so dass man sich gut vorstellen kann, wie Kinder damals gelernt haben.

Es wird auch viel über die Geschichte der Juden im Zweiten Weltkrieg berichtet und wie sie sich verstecken mussten. Das ist oft sehr traurig. Besonders gut gefallen haben mir ein Raum mit einem künstlichen Baum, an den man Zettel mit Wünschen hängen konnte, und der Garten, der eigentlich aussieht wie eine Sammlung von Betonklötzen und sehr schief ist.

Mir hat das Museum sehr gut gefallen, weil es ganz anders ist als andere Museen. In jedem Raum gibt es etwas Neues zu entdecken, so dass es nie langweilig wird. Ihr solltet euch auf jeden Fall viel Zeit lassen, denn obwohl das Gebäude auf den ersten Blick gar nicht so groß wirkt, findet man immer wieder neue Räume und Kämmerchen.

Neben der normalen Ausstellung bietet das Museum das viertägige Sommerferien-Camp für Sechs- bis Zwölfjährige an. Dort erlebt ihr eine Zeitreise vom Römischen Reich bis ins 18. Jahrhundert. Dabei schlüpft ihr in die Rolle alter Römer, Germanen oder Juden und spielt auch Puppentheater. Außerdem könnt ihr wie die Menschen vor 500 Jahren in einem echten Lehmofen Brot backen und Stoffe bemalen. Jeden Tag gibt es eine Führung zum jeweiligen Tagesthema und Mittagessen, wie es in Israel gegessen wird. Das Camp soll euch mit der jüdischen Geschichte vertraut machen und eure Neugier wecken. Es gibt dort viel zu lernen.Josefine Rindt, 15 Jahre

Alle Infos unter www.jmberlin.de

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