Zeitung Heute : Abibälle: Razzia in zwei Bundesländern

Berlin - Fünf Wohnungen und Büros der mutmaßlichen Abiturball-Betrüger in Berlin und Schleswig-Holstein sind am Donnerstagmorgen von der Polizei durchsucht worden. Dabei wurden Akten, Computer und Bargeld beschlagnahmt. Die Ermittler haben drei Tatverdächtige im Visier, die tausende Schüler betrogen haben sollen. Die Firma „Easy Abi“ soll von Abiturienten Geld für Abschlussbälle und Reisen kassiert haben, ohne dafür Gegenleistungen zu erbringen. Einer der Beschuldigten war nach Tagesspiegel-Recherchen bis 2004 Geschäftsführer des Café Einstein in Berlin-Tiergarten. Er ist der Polizei wegen früherer Betrugsvorwürfe bekannt. Über seine Anwältin wies er die Vorwürfe zurück. Inzwischen liegen 40 Anzeigen von mehr als 30 Schulen aus Berlin und Brandenburg vor. Der Schaden beläuft sich auf rund 300 000 Euro. Auf den Konten der Verdächtigen und in deren Wohnungen konnten die Fahnder insgesamt 360 000 Euro sicherstellen. hh/jra

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