Zeitung Heute : Abrechnung kritisch prüfen

Die meisten Betriebs- und Nebenkostenabrechnungen „enden“ mit einer Nachzahlung für den Mieter. Eine kritische Prüfung der Abrechnung ist deswegen immer angebracht.

Wie muss die Abrechnung aussehen?

Der Bundesgerichtshof hat die Mindestangaben für eine Nebenkostenabrechnung ermittelt: Abrechnungszeitraum, Gesamtkosten, Verteilerschlüssel, die Berechnung des Kostenanteils für den einzelnen Mieter und der Abzug der geleisteten Vorauszahlungen. Mindestens diese Angaben müsse der Vermieter nachvollziehbar machen. Dabei müsse auch ein durchschnittlich gebildeter Mieter in die Lage versetzt werden, seinen Kostenanteil zu prüfen.

Wie prüfen?

Anhand des Mietvertrages kann geprüft werden, ob die in der Abrechnung aufgeführten Betriebskosten vertraglich vereinbart sind. Mit Hilfe der Vorjahresabrechnung kann geschaut werden, ob Kostenpositionen neu entstanden sind oder ob es unerklärliche Veränderungen (extreme Kostensteigerungen) gibt. Grundsätzlich dürfen nur Kosten aus dem fraglichen Abrechnungszeitraum eingestellt werden.

Häufige Fehler und Fallen

– Verwaltungs- und Reparaturkosten sind keine Betriebskosten; sie sind vom Vermieter zu tragen.

– Wartungskosten, beispielsweise für einen Fahrstuhl oder die Heizung, sind sie zwar Betriebskosten: Oft verbergen sich unter dem Titel aber auch Reparaturkosten, die der Mieter nicht zahlen muss.

– Anschaffungskosten: Rasenmäher, Schneeschaufeln, Müllbehälter und so weiter sind keine Betriebskosten. büs

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