Abschied aus der Politik : Kurt Beck plant Rücktritt als Ministerpräsident

Kurt Beck plant Rücktritt als Ministerpräsident.

Berlin - Deutschlands dienstältester Ministerpräsident, Kurt Beck (SPD), steht unmittelbar vor dem Abschied von der großen Politik. Beck ist seit 1994 Regierungschef in Mainz. Er war außerdem von 2006 bis 2008 Vorsitzender der Bundes-SPD. Noch im Mai, voraussichtlich sogar bis Mitte des Monats, will der 63-Jährige nach Tagesspiegel-Informationen das Amt abgeben. In der rot-grünen Koalition in Mainz ist seit längerem bekannt, dass Beck nicht bis zum Abschluss der Legislaturperiode bleibt, sondern bereits seine Nachfolge zu regeln begonnen hat. Es heißt jetzt aber, sicher sei, dass er Innenminister Roger Lewentz vorschlagen werde. Lewentz ist 49 Jahre alt und seit 2011 Ressortchef für Inneres. Vorher war er fünf Jahre lang dort Staatssekretär. Seine Karriere ähnelt der von Beck. Auch er hat seine Berufstätigkeit nach mittlerer Reife als Zivilangestellter bei der Bundeswehr begonnen und ist dann in der Partei aufgestiegen. Lewentz, gebürtiger Lahnsteiner, war Ortsbürgermeister, Landtagsabgeordneter, stellvertretender Fraktionschef, außerdem Landesgeschäftsführer und Generalsekretär der Partei. Er ist verheiratet und hat vier Kinder. Neben ihm waren noch Bildungsministerin Doris Ahnen und Fraktionschef Hendrik Hering im Gespräch gewesen. Von Beck ist bekannt, dass er sich nach seiner Zeit als Ministerpräsident weiter politischen Themen widmen will, darunter besonders dem Tierschutz. cas

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