Zeitung Heute : Achtung, Pollenalarm!

Paul Janositz

Nichts wie raus ins Freie, die Sonne scheint! Die ganze Woche seit Ostern waren Parks und Spielplätze voller Kinder, die Ball spielten, kletterten und buddelten. Das beste Ferienwetter! Doch einige Kinder scheinen das gute Wetter nicht zu vertragen. Sie schniefen und niesen. Ihre Nasen sind geschwollen, die Augen jucken. Manche dürfen sogar erst gegen Abend vor die Tür gehen. Für sie wäre es besser, es würde zwischendurch mal regnen.

Schuld an der laufenden Nase, dem Jucken und den dicken Augen sind die Pollen. So heißen die Blütenzellen von Bäumen, Sträuchern, Gräsern und Kräutern. Sie sind sehr klein und können mit dem Wind fliegen. In jedem Frühjahr gehen viele Millionen dieser Pollen auf die Reise, weil durch sie Pflanzen befruchtet werden - auch solche, die weit entfernt liegen.

Zur Blütezeit fliegen die winzigen Pollen praktisch überall durch die Luft. Wenn man sich im Freien aufhält, saugt man sie tief in die Lungen. Manche Menschen reagieren darauf sehr empfindlich. Sie bekommen eine Allergie, das ist eine Art Entzündung. Weil man davon so oft niesen muss, spricht man auch von Heuschnupfen. Warum der eine Mensch allergisch reagiert und der andere nicht, haben die Forscher noch nicht herausfinden können. Die meisten sind nur gegen bestimmte Pollen empfindlich - von Haselnüssen, Brennesseln oder Birken zum Beispiel. Gegen welche, kann der Arzt mit Tests feststellen. Nicht alle Pflanzen blühen zur gleichen Zeit. Es gibt Kalender, in denen steht, wann welche Pollen durch die Luft fliegen. Wer weiß, dass er zum Beispiel gegen Birkenpollen allergisch ist, kann nachsehen, wann sie durch die Luft fliegen. In dieser Zeit sollte man besonders vorsichtig sein, am besten nur abends länger nach draußen gehen und nicht gerade in einem Birkenwäldchen Picknick machen. Erleichterung bringt Regen, denn der wäscht die Pollen aus der Luft. Welche Pollen gerade fliegen, wird auch oft im Fernsehen oder im Radio angesagt. Und man kann die Pollenflugvorhersage anrufen (für Berlin und Brandenburg: 0190/115487). Das kostet aber 62 Cent pro Minute.

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