Zeitung Heute : ACTIONFILM

Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben.

Im fünften „Stirb langsam“-Teil Bruce Willis darf also Teile von Moskau in Schutt und Asche legen. Eigentlich will er ja nur seinem Sohn (Jai Courtney) helfen, der als CIA-Agent einen politischen Gefangenen (Sebastian Koch) befreien soll. „Ein guter Tag zum Sterben“ markiert den Tiefpunkt der Filmreihe um den New Yorker Cop und unfreiwilligen Actionhelden John McClane. Was vor 25 Jahren als vertikale Versuchsanordnung mit der Geiselnahme in einem Wolkenkratzer virtuos begann, ist zu einer billigen Ballerrevue degeneriert. Fast noch schlimmer als ein nahezu sinnfreier Plot voller Anschlussfehler, der einzig als Vorwand für endlose Materialschlachten und Verfolgungsjagden dient, ist der Auftritt des Hauptdarstellers: Willis wirkt in den meisten Szenen, als ginge ihn das Ganze reichlich wenig an. Das ist eine schauspielerische Frechheit, die man nicht mit Coolness verwechseln sollte. Desaströs.Jörg Wunder

USA 2012, 98 Min., R: John Moore, D: Bruce Willis, Jai Courtney

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