Zeitung Heute : Ärztliches Wunschdenken

Der Tagesspiegel

Erwartungen der Ärzte an neue Medikamente lassen die Ergebnisse oft in rosigem Licht erscheinen. Darauf weisen italienische Forscher im Fachblatt „Annals of Oncology“ hin. Die Wissenschaftler untersuchten 29 Studien, in denen das Krebsmittels Doxorubicin bei Brustkrebs getestet wurde. Alle fünf Jahre schien der Effekt der Arznei um elf Prozent abzunehmen. Das könnte daran liegen, dass ärztliches Wunschdenken dazu führt, dass die Wirksamkeit neuer Mittel überschätzt wird. Ein Gegenmittel gegen diese Verzerrung wären „Doppelblind-Studien“, bei denen weder Patient noch Arzt wissen, welche Arznei der Kranke erhält. wez

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