Zeitung Heute : Afghanistan: Tipps für Kabul

Einreise: Das Auswärtige Amt rät derzeit noch von Reisen nach Afghanistan ab. Als sicherster Ort gilt die Hauptstadt Kabul, in der die internationale Schutztruppe stationiert ist. In den Provinzen kommt es noch zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Milizenführern. Von Überlandfahrten ist dringen abzuraten.

Wer aus beruflichen oder familiären Gründen eine Reise plant, sollte sich bei der diplomatischen Vertretung in Berlin informieren: Botschaft des Islamischen Staates Afghanistan, Wilhelmstraße 65, 10117 Berlin; Telefonnummer: 030 / 229 26 12. Sprechzeiten sind von Montag bis Freitag von neun bis 13 Uhr. Die Botschaft stellt auch Visa aus.

Anreise: Reisende aus Deutschland fliegen mit Emirates Airlines bis Dubai und von dort aus mit der afghanischen Fluggesellschaft Ariana nach Kabul. Emirates fliegt täglich von München und Frankfurt am Main nach Dubai. Hin- und Rückflug ab 440 Euro. Die Flugzeit von München nach Dubai beträgt etwa 4,5 Stunden. Der Anschlussflug nach Kabul dauert 90 Minuten. Ariana fliegt jedoch nur sonnabends um 6 Uhr30 von Dubai nach Kabul, Passagiere aus Deutschland haben also sehr lange Aufenthalt, da die Flüge in der Regel vor Mitternacht in Dubai landen. Ein Preis für den Ariana-Flug nach Kabul war nicht in Erfahrung zu bringen.

Unterkunft: Ausländern wird bisher noch empfohlen, im Hotel Intercontinental zu übernachten, das rund um die Uhr von Sicherheitskräften bewacht wird. Komfort und sanitäre Anlagen sind allerdings rudimentär. Der Preis für ein Einzelzimmer beträgt 50 US-Dollar, 70 Dollar pro Nacht kostet ein Doppelzimmer. Das Hotel verfügt über ein Restaurant. Für 25 Dollar zusätzlich erhalten Hotelgästen drei Mahlzeiten täglich. Anschrift: Hotel Intercontinental, Karte Parva, Bagh-e Bala, Kabul; Satellitentelefon: 008 73 / 761 46 96 90, Satellitenfaxnummer: 008 73 / 761 46 96 91.

Gesundheit: Wegen der schlechten hygienischen Verhältnisse sind Lokale in der Stadt und Lebensmittel von örtlichen Händlern zu meiden. Getrunken werden sollte nur Mineralwasser aus versiegelten Flaschen. Ratsam sind Impfungen gegen Hepatitis A und B sowie Typhus. Die medizinische Versorgung ist prekär. Reisende sollten die gängigsten Arzneien mitführen und eine Versicherung abschließen, die Soforthilfe und Rücktransport nach Deutschland gewährleistet.

Geld: Landeswährung ist der Afghani. Sein Wechselkurs ist Verhandlungssache. Kreditkarten sind nicht von Nutzen, umgetauscht werden von den örtlichen Wechselstuben nur Dollarnoten. Grob gerechnet entsprechen zehn US-Dollar 330 000 Afghani. Hotel, Taxi, und Ähnliches können in Dollar beglichen werden. Fremdwährungen müssen bei der Einreise deklariert werden. Tauschquittungen zur Vorlage bei Ausreise aufheben.

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