Zeitung Heute : AFRIKAFILM

Ouga Saga

Sophie Narr

Moussa und seine Freunde leben in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso. Es fehlt an Geld. Dieses Problem scheint sich zu lösen, als sie eines Tages einer reichen Frau das Moped klauen. Erst als einer der Freunde sich aufmacht, um die Beute in Sicherheit zu bringen, und nicht zurückkehrt, beginnen die anderen sich Sorgen zu machen. Langatmig und mit gewöhnungsbedürftigem Humor wird das Alltagsleben der Jugendlichen gezeigt. Trotz des didaktischen Zeigefingers, der ein progressives Burkina Faso predigt, das Investitionen benötigt, um aufzusteigen, hebt die Geschichte immer mehr ab in eine illusorische Welt. Mit Magie und Glück wendet sich alles zum Guten. Regisseur Dani Kouyaté schwelgt in Erinnerungen und findet sich leider in einer kitschigen Kindheitsromantik wieder. Zwiespältig. Sophie Narr

„Ouaga Saga“, Burkina Faso/F 2005, 85 Min., R: Dani Kouyaté, D: Amidou Bonsa, Sébastien Bélem

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