Zeitung Heute : Ai Weiwei: Austausch bringt nichts

In Peking geht die Schau der „Aufklärung“ zu Ende.

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Berlin - Die deutschen Offiziellen haben die umstrittene Ausstellung „Die Kunst der Aufklärung“ als großen Erfolg gefeiert. Die von den staatlichen Museen Berlin, Dresden und München bestückte Schau schließt am 31. März, man rechnet mit insgesamt einer halben Million Besuchern. Im April vergangenen Jahres war die Ausstellung im neuen Nationalmuseum am Platz des Himmlischen Friedens eröffnet worden. Sie war von Anfang an umstritten. Als der chinesische Künstler und Dissident Ai Weiwei verhaftet und verschleppt wurde, forderten Kritiker die Schließung der Präsentation, die sich mit dem Verhältnis von Geist und Macht beschäftigt.

Am Sonntag erklärte Michael Eissenhauer, der Generaldirektor der Berliner Museen: „Das ist unser Problem gewesen. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Verhaftung von Ai Weiwei und dieser Ausstellung.“ China sei zu selbstbewusst, als dass es wegen einer Ausstellung ein politisches Zeichen setzen müsse. Trotzdem sei die Verhaftung immer in Zusammenhang mit der Ausstellung gebracht worden.

In einem Gespräch mit dem Tagesspiegel sagte Ai Weiwei am Freitag in seiner Heimatstadt Peking: „Es ist eine Ausstellung, die keinen Eindruck hinterlassen hat, es gibt kein Wissen über sie.“ Der offizielle Kulturaustausch mit China bringe nichts. Für solche Veranstaltungen würde keine Öffentlichkeit hergestellt, sie spielten keine Rolle. Tsp

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