Zeitung Heute : Al Qaida tötet Christen im Irak

Kairo - Bei einem Geiseldrama in der syrisch-katholischen Kathedrale von Bagdad sind am Sonntagabend mindestens 58 Menschen getötet worden, unter ihnen 46 Gläubige. Das irakische Innenministerium teilte mit, auch sieben Sicherheitskräfte und fünf der Geiselnehmer seien gestorben, als die Kirche gestürmt wurde. Weitere 67 Menschen seien verletzt worden. Die Geiselnehmer zündeten den Angaben zufolge Sprengstoff und warfen Handgranaten. Ein Dutzend Terroristen hatte das Gotteshaus während der Abendmesse besetzt und den Priester sofort vor den Augen der 120 Gläubigen hingerichtet, wie Augenzeugen berichteten. Die Terroristen hätten sich zum Teil hinter Kindern verschanzt. Ein Ableger des Terrornetzwerks Al Qaida bekannte sich im Internet zu dem Angriff. Papst Benedikt XVI. sprach von „absurder und grausamer Gewalt“, die Bundesregierung forderte, die Christen im Irak zu schützen. M.G.

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