Zeitung Heute : Alle Regeln der Kunst

Was genau ist ein Hemd? Dürfen Spieler spucken? Der Internationale Fußball-Verband (Fifa) hat alles bis ins letzte Detail festgelegt.Eine Dokumentation, die keine Fragen offen lässt.

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INHALT Regel 1 - Das Spielfeld Regel 2 - Der Ball Regel 3 - Zahl der Spieler Regel 4 - Ausrüstung der Spieler Regel 5 - Der Schiedsrichter Regel 6 Die Schiedsrichter-Assistenten Regel 7 - Dauer des Spieles Regel 8 - Beginn und Fortsetzung des Spieles Regel 9 - Ball in und aus dem Spiel Regel 10 - Wie ein Tor erzielt wird Regel 11 - Abseits Regel 12 - Verbotenes Spiel und unsportliches Betragen Regel 13 - Freistöße Regel 14 - Strafstoß Regel 15 - Einwurf Regel 16 - Abstoß Regel 17 - Eckstoß Vorgehensweise zur Ermittlung eines Siegers Schüsse von der Strafstoßmarke Die technische Zone Der vierte Offizielle Zusatzbestimmungen für Schiedsrichter, Schiedsrichter-Assistenten und vierte Offizielle Fifa-Wettbewerbsrichtlinien 2005 für teilnehmende Teams



REGEL 1 - DAS SPIELFELD

Spielunterlage
Spiele können in Übereinstimmung mit den Wettbewerbsbestimmungen auf einer natürlichen oder künstlichen Unterlage ausgetragen werden.

Abmessungen Internationale Spiele
Länge: mindestens 100 m, höchstens 110 m
Breite: mindestens 64 m, höchstens 75 m

Abgrenzung
Das Spielfeld wird mit Linien abgegrenzt. Die Linien gehören zu den Räumen, die sie begrenzen.

Die beiden längeren Begrenzungslinien heißen Seitenlinien, die beiden kürzeren Torlinien.

Alle Linien dürfen höchstens 12 cm breit sein.

Die Mittellinie teilt das Spielfeld in zwei Hälften. Auf ihr ist die Mitte des Spielfeldes einzuzeichnen, um diese herum ist ein Kreis mit einem Radius von 9,15 m zu ziehen.

Der Torraum
Ein Torraum wird an beiden Torlinien folgendermaßen eingezeichnet:

Rechtwinklig zu jeder Torlinie sind im Abstand von 5,50 m von der Innenkante der Torpfosten zwei Linien zu ziehen. Diese Linien müssen sich 5,50 m in das Spielfeld hinein erstrecken und durch eine zur Torlinie parallele Linie miteinander verbunden werden. Der von diesen Linien und der Torlinie umschlossene Raum wird Torraum genannt.

Der Strafraum
Ein Strafraum wird an beiden Torlinien folgendermaßen eingezeichnet:

Rechtwinklig zu jeder Torlinie sind im Abstand von 16,50 m von der Innenkante der Torpfosten zwei Linien zu ziehen. Diese Linien müssen sich 16,50 m in das Spielfeld hinein erstrecken und durch eine zur Torlinie parallele Linie miteinander verbunden werden. Der von diesen Linien und der Torlinie umschlossene Raum wird Strafraum genannt.

In jedem Strafraum, 11 m vom Mittelpunkt der Torlinie zwischen den Pfosten und gleich weit von beiden Pfosten entfernt, ist die Strafstoßmarke als sichtbares Zeichen anzubringen. Von jeder Strafstoßmarke aus ist ein Teilkreis mit 9,15 m Radius außerhalb des Strafraumes zu ziehen.

Fahnenstangen
An jeder Ecke wird eine Fahne an einer Stange, die nicht unter 1,50 m hoch und oben nicht spitz sein darf, angebracht. Eine solche Fahnenstange kann an der Mittellinie auf jeder Seite des Spielfeldes aufgestellt werden, jedoch soll sie außerhalb des Spielfeldes und mindestens 1 m von der Seitenlinie entfernt stehen.

Der Eckraum
Um jede Eckfahne ist ein Viertelkreis mit 1 m Radius im Spielfeld zu ziehen.

Die Tore
In der Mitte jeder Torlinie sind die Tore aufzustellen.

Sie bestehen aus zwei senkrechten Pfosten, die in gleichem Abstand zu den Eckfahnen stehen und durch eine Querlatte verbunden sind.

Der Abstand zwischen den Innenkanten der Pfosten beträgt 7,32 m. Die Unterkante der Querlatte ist 2,44 m vom Boden entfernt.

Die Torpfosten und die Querlatte dürfen höchstens 12 cm breit und tief sein. Alle müssen die gleiche Form haben.

Die Torlinie muss dieselbe Breite wie die Torpfosten und die Querlatte haben. Netze können an den Pfosten, an der Querlatte und am Boden hinter den Toren befestigt sein. Sie sollen in geeigneter Weise abgestützt und so angebracht sein, dass dem Torwart genügend Raum verbleibt. Pfosten und Querlatten müssen weiß sein.

Entscheidungen des International F.A. Board
ENTSCHEIDUNG 1
Falls die Querlatte verschoben wird oder bricht, ist das Spiel zu unterbrechen, bis sie repariert oder wieder in die richtige Lage gebracht ist. Das Spiel ist abzubrechen, wenn dies nicht möglich ist. Die Verwendung eines Seiles anstelle der Querlatte ist nicht zulässig.

ENTSCHEIDUNG 2
Die Torpfosten und Querlatten müssen aus Holz, Metall oder einem anderen genehmigten Material bestehen. Torpfosten und Querlatten können quadratisch, rechteckig, rund oder elliptisch sein, dürfen die Spieler aber nicht gefährden.

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REGEL 2 - DER BALL

Qualität und Maß
Der Ball ist regelgerecht, wenn er kugelförmig ist, aus Leder oder einem anderen geeigneten Material gefertigt ist, einen Umfang zwischen mindestens 68 und höchstens 70 cm hat, zu Spielbeginn mindestens 410 und höchstens 450 Gramm wiegt und sein Druck 0,6–1,1 Atmosphären beträgt, was 600–1100 g/cm² auf Meereshöhe entspricht.

Austausch eines beschädigten Balles

Wenn der Ball im Verlauf des Spieles platzt oder beschädigt wird, muss das Spiel unterbrochen und mittels Schiedsrichterball an der Stelle fortgesetzt werden, an welcher der ursprüngliche Spielball beschädigt wurde.

Wenn der Ball platzt oder beschädigt wird, während er vor einem Anstoß, Abstoß, Eckstoß, Freistoß, Strafstoß oder Einwurf noch nicht im Spiel ist, wird das Spiel entsprechend der Regel fortgesetzt.

... zum Inhaltsverzeichnis REGEL 3 - ZAHL DER SPIELER

Spieler
Das Spiel wird von zwei Mannschaften bestritten, von denen jede höchstens elf Spieler aufweisen darf; einer von ihnen ist der Torwart. Das Spiel kann nicht beginnen, wenn eine der Mannschaften aus weniger als sieben Spielern besteht.

Offizielle Wettbewerbe
In jedem Spiel, das im Rahmen eines offiziellen Wettbewerbs unter der Zuständigkeit der Fifa, der Konföderationen oder der Mitglieder stattfindet, dürfen bis zu drei Spieler ausgewechselt werden.

Auswechselvorgang
Um einen Spieler durch einen Auswechselspieler ersetzen zu können, sind die nachstehenden Bedingungen zu beachten: Der Schiedsrichter ist über die beabsichtigte Auswechslung vor deren Durchführung zu informieren. Der Auswechselspieler darf das Spielfeld erst betreten, nachdem der zu ersetzende Spieler das Spielfeld verlassen und er ein Zeichen des Schiedsrichters erhalten hat. Der Auswechselspieler muss das Spielfeld während eines Spielunterbruchs und an der Mittellinie betreten. In diesem Augenblick wird er zum Spieler, und der Spieler, den er ersetzt, hört auf, ein Spieler zu sein. Ein Spieler, der ersetzt wurde, darf später am Spiel nicht wieder teilnehmen.

Torwartwechsel
Jeder Feldspieler darf seinen Platz mit dem Torwart tauschen, vorausgesetzt, der Schiedsrichter ist von der beabsichtigten Auswechslung vor deren Durchführung informiert, der Tausch wird während eines Spielunterbruchs vorgenommen.

Spieler oder Auswechselspieler werden des Feldes verwiesen

Ein Spieler, der vor dem Anstoß des Feldes verwiesen wurde, kann nur durch einen der gemeldeten Auswechselspieler ersetzt werden.

Ein gemeldeter Auswechselspieler, der vom Spiel ausgeschlossen wurde, gleich ob vor dem Anstoß oder nach dem Spielbeginn, darf nicht ersetzt werden.



... zum Inhaltsverzeichnis REGEL 4 - AUSRÜSTUNG DER SPIELER

Sicherheit
Ein Spieler darf keine Kleidungsstücke oder Ausrüstungsgegenstände tragen, die für ihn oder einen anderen Spieler eine Gefahr darstellen (einschließlich jeder Art von Schmuck).

Grundausrüstung
Die zwingend vorgeschriebene Grundausrüstung eines Spielers besteht aus einem Jersey oder Hemd, Hose – werden Thermohosen getragen, muss ihre Farbe mit der Hauptfarbe der Hosen übereinstimmen, Strümpfen, Schienbeinschützern und Fußbekleidung.

Schienbeinschützer müssen von den Strümpfen vollständig bedeckt sein, müssen aus einem geeigneten Material bestehen (Gummi, Plastik oder ähnliche Materialien), müssen einen angemessenen Schutz vor Verletzungen bieten.

Torhüter
Jeder Torwart muss sich in der Farbe der Sportkleidung von den anderen Spielern, vom Schiedsrichter und dessen Assistenten unterscheiden.

Spielfortsetzung

Wenn der Schiedsrichter das Spiel unterbricht, um eine Verwarnung auszusprechen, wird es mit einem indirekten Freistoß durch einen Spieler der gegnerischen Mannschaft an der Stelle fortgesetzt, an der sich der Ball zum Zeitpunkt des Unterbruchs befand.

Entscheidungen des International F.A. Board
ENTSCHEIDUNG 1
Spieler dürfen keine Unterleibchen mit Slogans oder Werbeaufschriften zur Schau tragen.

Ein Spieler, der sein Trikot auszieht und auf dessen Unterleibchen Slogans oder Werbeaufschriften zum Vorschein kommen, wird mit einer Strafe belegt.

Ein Hemd ist ein Kleidungsstück mit Ärmeln.



... zum Inhaltsverzeichnis REGEL 5 - DER SCHIEDSRICHTER

Die Vollmacht des Schiedsrichters
Jedes Spiel wird von einem Schiedsrichter geleitet, der die unbeschränkte Vollmacht hat, den Fußballregeln in dem Spiel Geltung zu verschaffen, für das er nominiert wurde.

Rechte und Pflichten
Der Schiedsrichter hat den Spielregeln Geltung zu verschaffen, die Zeit zu nehmen und sich Aufzeichnungen über den Verlauf des Spieles zu machen, ein Spiel bei einem Vergehen oder gegebenenfalls aus anderem Grund zu stoppen, zeitweilig zu unterbrechen oder abzubrechen, ein Spiel bei jedem Eingriff von außen zu stoppen, zeitweilig zu unterbrechen oder abzubrechen, das Spiel zu unterbrechen, wenn er einen Spieler für ernsthaft verletzt hält, und zu veranlassen, dass er vom Spielfeld gebracht wird. Ein verletzter Spieler darf erst wieder auf das Spielfeld zurückkehren, wenn das Spiel wieder aufgenommen wurde, das schwererwiegende Vergehen zu bestrafen, wenn ein Spieler zur gleichen Zeit mehrere Vergehen beging, disziplinarische Maßnahmen gegen Spieler zu ergreifen, die ein verwarnungs- oder feldverweiswürdiges Vergehen begangen haben. Er muss dies nicht sofort tun, aber auf jeden Fall dann, wenn der Ball das nächste Mal aus dem Spiel ist, nach einem Hinweis des Assistenten über Ereignisse zu entscheiden, die er selbst nicht gesehen hat, zu verhindern, dass Personen das Spielfeld betreten, die hierzu nicht berechtigt sind, das Spiel fortsetzen zu lassen, nachdem es unterbrochen war und der zuständigen Instanz einen Bericht über das Spiel zukommen zu lassen, der Informationen über die gegen Spieler und/oder Offizielle ausgesprochenen disziplinarischen Maßnahmen sowie alle besonderen Vorfälle vor, während oder nach dem Spiel enthalten muss.

Entscheidungen des Schiedsrichters
Seine Entscheidungen über Tatsachen, die mit dem Spiel zusammenhängen, sind endgültig.

Er darf eine Entscheidung nur ändern, wenn er festgestellt hat, dass sie falsch war, oder falls er es für nötig hält, auch auf einen Hinweis eines Schiedsrichter-Assistenten. Voraussetzung hierfür ist, dass er das Spiel weder fortgesetzt noch abgepfiffen hat.

... zum Inhaltsverzeichnis REGEL 6 DIE SCHIEDSRICHTER-ASSISTENTEN

Pflichten

Zwei Schiedsrichter-Assistenten sind zu bestimmen, deren Aufgabe es ist, vorbehaltlich der Entscheidung des Schiedsrichters anzuzeigen, wenn der Ball das Spielfeld vollständig verlassen hat, welcher Mannschaft ein Eckstoß, Abstoß oder Einwurf zugesprochen wird, wenn das Spiel wegen einer Abseitsstellung unterbrochen werden muss, wenn eine Auswechslung gewünscht wird, wenn sich das Vergehen oder ein anderer Vorfall außerhalb des Blickfeldes des Schiedsrichters ereignet haben, wenn bei einem Vergehen der Assistent näher am Geschehen war als der Schiedsrichter (einschließlich besondere Umstände, Vergehen im Strafraum), ob der Torwart sich bei einem Strafstoß nach vorne bewegt hat, bevor der Ball gestoßen wurde, und ob der Ball die Linie überquert hat.

Unterstützung
Die Schiedsrichter-Assistenten sollen ferner dem Schiedsrichter helfen, das Spiel in Übereinstimmung mit den Regeln zu leiten. Sie dürfen das Spielfeld betreten, um den Abstand von 9,15 Metern zu kontrollieren. Bei ungehöriger Einmischung oder nicht einwandfreiem Betragen soll der Schiedsrichter den Schiedsrichter-Assistenten seines Amtes entheben. Ein solcher Fall ist den zuständigen Instanzen zu melden.



... zum Inhaltsverzeichnis REGEL 7 - DAUER DES SPIELES

Spielzeithälften
Das Spiel besteht, wenn nicht anders zwischen den teilnehmenden Mannschaften und dem Schiedsrichter vereinbart, aus zwei Spielzeithälften von je 45 Minuten Dauer.

Halbzeitpause
Den Spielern steht eine Halbzeitpause zu. Diese darf fünfzehn Minuten nicht überschreiten. In den Wettbewerbsbestimmungen muss die Dauer der Halbzeitpause festgelegt sein. Die Dauer der Halbzeitpause kann nur mit Zustimmung des Schiedsrichters geändert werden.

Nachspielzeit für verloren gegangene Zeit
Jede verloren gegangene Zeit durch Auswechslungen, Verletzungen von Spielern, Transport verletzter Spieler vom Spielfeld, Zeitschinden oder jeden anderen Grund

muss in der entsprechenden Spielzeithälfte nachgespielt werden.

Die nachzuspielende Zeit liegt im Ermessen des Schiedsrichters.

Strafstoß
Wenn ein Strafstoß ausgeführt oder wiederholt werden muss, wird die Dauer der entsprechenden Spielzeithälfte zu dessen Ausführung entsprechend verlängert.



... zum Inhaltsverzeichnis REGEL 8 - BEGINN UND FORTSETZUNG DES SPIELES

Vor Beginn des Spieles
Der Schiedsrichter wirft eine Münze, und die erfolgreiche Mannschaft entscheidet, auf welches Tor sie in der ersten Spielzeithälfte angreifen wird.

Die andere Mannschaft führt den Anstoß zu Beginn des Spieles aus.

Die Mannschaft, die beim Münzwurf siegreich war, führt den Anstoß zu Beginn der zweiten Spielzeithälfte aus.

Für die zweite Halbzeit des Spieles wechseln die Mannschaften die Seiten und spielen auf das andere Tor.

Anstoß
Der Anstoß ist die Methode, das Spiel zu beginnen oder fortzusetzen: zu Beginn des Spieles nach einem Tor zu Beginn der zweiten Halbzeit zu Beginn jeder Hälfte einer Verlängerung, wenn diese notwendig ist.

Ein Tor kann direkt aus einem Anstoß erzielt werden.

Ausführungsbestimmungen
Alle Spieler befinden sich in ihrer eigenen Spielfeldhälfte. Die Gegenspieler der anstoßenden Mannschaft müssen mindestens 9,15 m vom Ball entfernt sein, solange der Ball nicht im Spiel ist. Der Ball ruht auf dem Mittelpunkt des Spielfeldes. Der Schiedsrichter gibt ein Zeichen. Der Ball ist im Spiel, wenn er mit dem Fuß gestoßen wurde und sich vorwärts bewegt. Der ausführende Spieler darf den Ball nicht ein zweites Mal spielen, bevor dieser von einem anderen Spieler berührt worden ist.

Nach jedem Tor wird der Anstoß von der anderen Mannschaft ausgeführt.

Strafbestimmungen
Wenn der ausführende Spieler den Ball ein zweites Mal berührt, bevor er von einem anderen Spieler berührt wurde, wird ein indirekter Freistoß für die gegnerische Mannschaft an der Stelle verhängt, an der sich das Vergehen ereignete.

Nach jedem anderen Verstoß gegen diese Ausführungsbestimmungen wird der Anstoß wiederholt.

Schiedsrichterball
Wenn das Spiel zeitweilig unterbrochen werden musste, während der Ball im Spiel war, aber ohne einen Grund, der in den Spielregeln festgelegt ist, wird das Spiel mittels Schiedsrichterball fortgesetzt.

Ausführungsbestimmungen
Der Schiedsrichter lässt den Ball an der Stelle fallen, an der sich der Ball zum Zeitpunkt des Unterbruchs befand.

Das Spiel ist fortgesetzt, wenn der Ball den Boden berührt.

Strafbestimmungen
Der Schiedsrichterball wird wiederholt, wenn der Ball von einem Spieler berührt wurde, bevor er auf dem Boden aufgetroffen war, nachdem er den Boden berührt, die Seiten- oder Torlinien überquert hat, ohne vorher von einem Spieler berührt worden zu sein.

Besondere Umstände
Ein Freistoß, der für die verteidigende Mannschaft in deren Torraum verhängt wird, kann von jedem Punkt innerhalb des Torraumes ausgeführt werden. Der indirekte Freistoß für die angreifende Mannschaft innerhalb des gegnerischen Torraumes wird auf der parallel zur Torlinie verlaufenden Torraumlinie von dem Punkt ausgeführt, der dem Ort des Vergehens am nächsten gelegen ist.

Wenn der Schiedsrichterball zur Wiederaufnahme des Spieles innerhalb des Torraumes auszuführen ist, wird er auf den Punkt auf der parallel zur Torlinie verlaufenden Torraumlinie verlegt, welcher der Stelle am nächsten liegt, an der sich der Ball zum Zeitpunkt des Unterbruchs befunden hat.



... zum Inhaltsverzeichnis REGEL 9 - BALL IN UND AUS DEM SPIEL

Ball aus dem Spiel
Der Ball ist aus dem Spiel, wenn er auf dem Boden oder in der Luft vollständig eine der Tor- oder Seitenlinien überschritten hat oder das Spiel vom Schiedsrichter unterbrochen worden ist.

Ball im Spiel
Der Ball ist zu jedem anderen Zeitpunkt im Spiel, auch wenn er vom Pfosten, der Querlatte oder einer Eckfahnenstange zurückprallt und innerhalb des Spielfelds bleibt oder vom Schiedsrichter oder einem -Assistenten zurückprallt, wenn sich diese innerhalb des Spielfeldes befinden.

... zum Inhaltsverzeichnis REGEL 10 - WIE EIN TOR ERZIELT WIRD

Erzielen eines Tores
Ein Tor ist gültig erzielt, wenn der Ball die Torlinie zwischen den Torpfosten und unterhalb der Querlatte vollständig überquert hat, ohne dass ein vorgängiges Vergehen der Mannschaft vorliegt, auf deren Konto das Tor geht.

Sieger des Spieles
Die Mannschaft, die während des Spieles die meisten Tore erzielt, hat gewonnen. Wenn jede Mannschaft keine oder die gleiche Anzahl von Toren erzielt hat, gilt das Spiel als unentschieden.

Wettbewerbsbestimmungen
Wettbewerbsbestimmungen können für unentschieden ausgegangene Spiele nur folgende vom International F.A. Board genehmigte Vorgehensweisen zur Ermittlung eines Siegers festlegen: Auswärtstoreregel Verlängerung Schüsse von der Strafstoßmarke

... zum Inhaltsverzeichnis REGEL 11 - ABSEITS

Abseitsposition
Die Abseitsstellung eines Spielers stellt an sich noch kein Vergehen dar. Ein Spieler befindet sich in einer Abseitsstellung, wenn er der gegnerischen Torlinie näher ist als der Ball und der vorletzte Abwehrspieler.

Ein Spieler befindet sich nicht in einer Abseitsstellung in seiner eigenen Spielfeldhälfte oder auf gleicher Höhe mit dem vorletzten Abwehrspieler oder auf gleicher Höhe mit den beiden letzten Abwehrspielern.

Vergehen
Ein Spieler wird nur dann für seine Abseitsstellung bestraft, wenn er nach Ansicht des Schiedsrichters zum Zeitpunkt, wenn der Ball einen seiner Mannschaftskollegen berührt oder von einem gespielt wird, aktiv am Spiel teilnimmt, indem er: ins Spiel eingreift oder einen Gegner beeinflusst oder aus seiner Stellung einen Vorteil zieht.

Kein Vergehen
liegt vor, wenn ein Spieler den Ball direkt erhält nach: einem Abstoß oder einem Einwurf oder einem Eckstoß.

Strafbestimmungen
Nach jeder zu ahndenden Abseitsstellung verhängt der Schiedsrichter einen indirekten Freistoß für die gegnerische Mannschaft an der Stelle, an der sich das Vergehen ereignete.

Entscheidungen des International F.A. Board
ENTSCHEIDUNG 1
Bei der Abseitsstellung, definiert als „wenn er der gegnerischen Torlinie näher ist als der Ball und der vorletzte Abwehrspieler“, sind der Kopf, der Rumpf oder die Füße des Spielers, nicht aber dessen Arme maßgebend.

ENTSCHEIDUNG 2
Ein Spieler greift ins Spiel ein: wenn er den Ball, der zuletzt von einem Mannschaftskollegen berührt oder gespielt wurde, selber spielt oder berührt; wenn er einen Gegenspieler daran hindert, den Ball zu spielen oder spielen zu können, indem er eindeutig die Sicht des Gegners versperrt oder Bewegungen oder Gesten macht, die den Gegner nach Ansicht des Schiedsrichters behindern, täuschen oder ablenken; wenn er einen Vorteil aus einer Abseitsstellung erlangt, indem er den Ball spielt, der vom Pfosten oder der Querlatte oder von einem gegnerischen Spieler zu ihm prallt.

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REGEL 12 - VERBOTENES SPIEL UND UNSPORTLICHES BETRAGEN

Verbotenes Spiel und unsportliches Betragen sind in der nachstehend beschriebenen Form zu ahnden:

Direkter Freistoß
Ein Spieler verursacht einen direkten Freistoß für die gegnerische Mannschaft, wenn er eines der nachfolgend aufgeführten sechs Vergehen nach Einschätzung des Schiedsrichters fahrlässig, rücksichtslos oder mit unverhältnismäßigem Körpereinsatz begeht: einen Gegner tritt oder versucht, ihn zu treten, einem Gegner das Bein stellt oder es versucht, einen Gegner anspringt, einen Gegner rempelt, einen Gegner schlägt oder versucht, ihn zu schlagen, einen Gegner stößt.

Der gegnerischen Mannschaft wird ebenfalls ein direkter Freistoß zugesprochen, wenn ein Spieler eines der nachfolgenden vier Vergehen begeht: beim Tackling im Kampf um den Ball den Gegner vor dem Ball berührt, einen Gegner hält, einen Gegner anspuckt, den Ball absichtlich mit der Hand spielt (dies gilt nicht für den Torwart in seinem eigenen Strafraum).

Der direkte Freistoß wird an der Stelle ausgeführt, an der sich das Vergehen ereignete.

Strafstoß
Begeht ein Spieler der verteidigenden Mannschaft eines der vorstehend genannten zehn Vergehen innerhalb seines eigenen Strafraumes, so ist er durch einen Strafstoß zu bestrafen. Dies gilt ohne Rücksicht auf die jeweilige Position des Balles, vorausgesetzt, der Ball war im Augenblick des Vergehens im Spiel.

Indirekter Freistoß
Ein Torwart verursacht einen indirekten Freistoß für die gegnerische Mannschaft, wenn er innerhalb seines Strafraumes eines der folgenden vier Vergehen begeht: Er wartet mehr als sechs Sekunden, während er den Ball mit seinen Händen kontrolliert, bevor er ihn für das Spiel freigibt. Er berührt den Ball, nachdem er ihn freigegeben hat, erneut mit der Hand, bevor ein anderer Spieler ihn berührt hat. Er berührt den Ball mit der Hand, den ein Mitspieler ihm mit dem Fuß absichtlich zugespielt hat. Er berührt den Ball mit der Hand, nachdem er ihn direkt von einem Einwurf eines Mitspielers erhalten hat.

Außerdem verursacht ein Spieler einen indirekten Freistoß für die gegnerische Mannschaft, wenn er nach Ansicht des Schiedsrichters: gefährlich spielt, den Lauf des Gegners behindert, den Torwart daran hindert, den Ball aus seinen Händen freizugeben, ein anderes, nicht bereits in Regel 12 erwähntes Vergehen begeht, für welche das Spiel unterbrochen wird, um ihn zu verwarnen oder des Feldes zu verweisen.

Der indirekte Freistoß wird an der Stelle ausgeführt, an der sich das Vergehen ereignete.

Disziplinarmaßnahmen
Die rote oder die gelbe Karte kann nur einem Spieler, einem Auswechselspieler oder ausgewechselten Spieler gezeigt werden.

Disziplinarstrafen darf der Schiedsrichter vom Betreten des Spielfelds bis zum Verlassen des Feldes nach dem Schlusspfiff aussprechen.

Verwarnungswürdige Vergehen
Ein Spieler muss mittels gelber Karte verwarnt werden, wenn er eines der folgenden sieben Vergehen begeht: sich unsportlich verhält, durch Worte oder Handlungen seine Ablehnung zu erkennen gibt, wiederholt gegen die Spielregeln verstößt, die Wiederaufnahme des Spieles verzögert, beim Eckstoß oder Freistoß den vorgeschriebenen Abstand nicht einhält, ohne Genehmigung des Schiedsrichters das Spielfeld betritt oder wieder betritt, das Spielfeld absichtlich und ohne Zustimmung des Schiedsrichters verlässt.

Feldverweiswürdige Vergehen
Ein Spieler muss mittels roter Karte des Feldes verwiesen werden, wenn er eines der folgenden sieben Vergehen begeht: ein grobes Foul begeht, gewaltsam spielt, einen Gegner oder irgendeine andere Person anspuckt, ein Tor oder eine offensichtliche Torchance der gegnerischen Mannschaft durch absichtliches Handspiel verhindert oder zunichte macht (dies gilt nicht für den Torwart in seinem Strafraum), einem auf sein Tor zulaufenden Gegenspieler eine offensichtliche Torchance nimmt, indem er ein mit Freistoß oder Strafstoß zu ahndendes Vergehen begeht, anstößige, beleidigende oder schmähende Äußerungen oder Gebärden gebraucht, eine zweite Verwarnung im selben Spiel erhält.

Ein des Feldes verwiesener Spieler muss die Umgebung des Spielfelds und die technische Zone verlassen.

Entscheidungen des International F.A. Board
ENTSCHEIDUNG 1
Jeder Spieler, befinde er sich inner- oder außerhalb des Spielfeldes, der sich eines verwarnungs- oder feldverweiswürdigen Vergehens schuldig macht, sei es gegenüber einem Gegner, einem Mitspieler, dem Schiedsrichter, einem Schiedsrichter-Assistenten oder einer anderen Person, oder der beleidigende oder schmähende Äußerungen gebraucht, ist gemäß Schwere des Vergehens zu bestrafen.

ENTSCHEIDUNG 2
Es gilt als Kontrolle des Balles durch den Torwart, wenn dieser ihn mit irgendeinem Teil des Armes oder der Hand berührt. Zum Ballbesitz zählt es auch, wenn der Torwart den Ball absichtlich von der Hand oder dem Arm abprallen lässt. Hiervon ausgenommen ist der Fall, dass der Ball nach Ansicht des Schiedsrichters zufällig vom Torwart wegspringt, zum Beispiel bei einer Rettungsaktion.

ENTSCHEIDUNG 3
Im Rahmen der Regel 12 darf ein Spieler den Ball mit dem Knie, der Brust oder dem Kopf zu seinem Torwart spielen. Wenn jedoch der Spieler nach Auffassung des Schiedsrichters, während der Ball im Spiel ist, einen Trick absichtlich benutzt, um diese Bestimmung zu umgehen, macht er sich des unsportlichen Betragens schuldig. Er ist zu verwarnen. Gegen seine Mannschaft wird am Ort des Vergehens ein indirekter Freistoß verhängt.

Wenn der Spieler diesen Trick absichtlich zur Umgehung der Regel bei der Ausführung eines Freistoßes anwendet, wird er verwarnt. Der Freistoß wird wiederholt. Unter diesen Umständen ist es unerheblich, ob der Torwart anschließend den Ball mit den Händen berührt oder nicht. Der Spieler begeht ein Vergehen, um Sinn und Geist der Regel 12 zu umgehen.

ENTSCHEIDUNG 4
Ein Tackling, welches die Gesundheit eines Gegners gefährdet, ist als grobes Foul zu ahnden.

ENTSCHEIDUNG 5
Jede Simulation auf dem Spielfeld, deren Absicht es ist, den Schiedsrichter zu täuschen, muss als unsportliches Betragen bestraft werden.

ENTSCHEIDUNG 6
Ein Spieler, der sein Trikot beim Torjubel auszieht, wird wegen unsportlichen Betragens verwarnt.



... zum Inhaltsverzeichnis REGEL 13 - FREISTÖSSE

Freistoßarten
Es gibt direkte und indirekte Freistöße.

Bei der Ausführung jedes Freistoßes muss der Ball ruhig am Boden liegen, und der den Freistoß ausführende Spieler darf den Ball erst wieder spielen, nachdem ein anderer Spieler den Ball berührt hat.

Der direkte Freistoß
Wenn ein direkter Freistoß direkt in das gegnerische Tor geschossen wird, ist das Tor gültig.

Wenn ein direkter Freistoß direkt ins eigene Tor geht, wird der gegnerischen Mannschaft ein Eckstoß zugesprochen.

Der indirekte Freistoß
Der Schiedsrichter zeigt einen indirekten Freistoß an, indem er seinen Arm über den Kopf hebt. Er muss den Arm in dieser Position belassen, bis der Stoß ausgeführt ist und der Ball von einem anderen Spieler berührt wurde oder aus dem Spiel geht.

Ein Tor kann erzielt werden, wenn der Ball nach der Ausführung von einem anderen Spieler berührt wurde, bevor er die Torlinie überschreitet. Wenn ein indirekter Freistoß direkt ins gegnerische Tor geschossen wird, ist auf Abstoß zu entscheiden. Wenn ein indirekter Freistoß direkt ins eigene Tor geht, wird der gegnerischen Mannschaft ein Eckstoß zugesprochen.

Ort der Freistoßausführung
Freistoß innerhalb des Strafraumes
Direkter oder indirekter Freistoß für die verteidigende Mannschaft: Alle Gegenspieler sind mindestens 9,15 m vom Ball entfernt. Alle Gegenspieler bleiben außerhalb des Strafraumes, bis der Ball im Spiel ist. Der Ball ist im Spiel, wenn er mit dem Fuß direkt aus dem Strafraum gestoßen wurde. Ein Freistoß innerhalb des Torraumes darf von jedem Punkt dieses Raumes aus ausgeführt werden.

Indirekter Freistoß für die angreifende Mannschaft: Alle Gegenspieler sind mindestens 9,15 m vom Ball entfernt oder auf ihrer eigenen Torlinie zwischen den Pfosten, bis der Ball im Spiel ist. Der Ball ist im Spiel, wenn er mit dem Fuß gestoßen wurde und sich bewegt. Der innerhalb des Torraumes erwirkte indirekte Freistoß wird auf der parallel zur Torlinie verlaufenden Torraumlinie von dem Punkt ausgeführt, der dem Ort des Vergehens am nächsten gelegen ist.

Freistöße außerhalb des Strafraumes: Alle Gegenspieler sind mindestens 9,15 m vom Ball entfernt, bis der Ball im Spiel ist. Der Ball ist im Spiel, wenn er mit dem Fuß gestoßen wurde und sich bewegt. Der Freistoß wird am Ort des Vergehens ausgeführt.

Strafbestimmungen
Wenn sich bei der Ausführung eines Freistoßes ein Gegenspieler näher als vorgeschrieben am Ball befindet, wird der Stoß wiederholt.

Wenn bei einem Freistoß der verteidigenden Mannschaft aus dem eigenen Strafraum der Ball nicht direkt ins Spiel gebracht wird, wird der Stoß wiederholt.

Der Freistoß wird von einem Feldspieler ausgeführt:
Wenn der Ball im Spiel ist und von dem ausführenden Spieler erneut (außer absichtlich mit der Hand) berührt wird, bevor ein anderer Spieler ihn berührt hat, wird ein indirekter Freistoß für die gegnerische Mannschaft an der Stelle verhängt, an der sich das Vergehen ereignet hat.

Wenn der Ball im Spiel ist und von dem ausführenden Spieler absichtlich mit der Hand gespielt wird, bevor ein anderer Spieler ihn berührt hat, wird ein direkter Freistoß für die gegnerische Mannschaft an der Stelle verhängt, an der sich die das Vergehen ereignet hat. Ein Strafstoß ist zu verhängen, wenn das Vergehen im Strafraum des ausführenden Spielers erfolgte.

Der Freistoß wird vom Torwart ausgeführt:
Wenn der Ball im Spiel ist und vom Torwart erneut (außer absichtlich mit der Hand) berührt wird, bevor ein anderer Spieler ihn berührt hat, wird ein indirekter Freistoß für die gegnerische Mannschaft an der Stelle verhängt, an der sich das Vergehen ereignet hat.

Wenn der Ball im Spiel ist und vom Torwart absichtlich mit der Hand gespielt wird, bevor ein anderer Spieler ihn berührt hat, wird ein direkter Freistoß für die gegnerische Mannschaft an der Stelle verhängt, an der sich das Vergehen ereignet hat, wenn diese sich außerhalb des Strafraumes dieses Torwartes befand. ein indirekter Freistoß für die gegnerische Mannschaft an der Stelle verhängt, an der sich das Vergehen ereignet hat, wenn es im Strafraum des ausführenden Torwartes geschah.

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REGEL 14 - STRAFSTOSS

Ein Strafstoß ist gegen eine Mannschaft zu verhängen, deren Spieler im eigenen Strafraum und während der Ball im Spiel ist, eines der zehn Vergehen begeht, die mit direktem Freistoß zu bestrafen sind.

Aus einem Strafstoß kann ein Tor direkt erzielt werden.

Der Strafstoß muss ausgeführt werden, auch wenn die Spielzeit am Ende jeder Halbzeit (auch in einer erforderlichen Verlängerung) abgelaufen ist.

Position des Balles und der Spieler
Der Ball wird auf die Strafstoßmarke gelegt.

Der ausführende Spieler muss klar identifiziert sein.

Der Torwart der verteidigenden Mannschaft muss mit Blick zum Schützen auf seiner Torlinie zwischen den Pfosten bleiben, bis der Ball mit dem Fuß gestoßen ist.

Alle anderen Spieler müssen sich aufhalten: innerhalb des Spielfeldes, außerhalb des Strafraumes, hinter dem Strafstoßpunkt, mindestens 9,15 m vom Ball entfernt.

Der Schiedsrichter darf das Signal zur Ausführung des Stoßes erst geben, wenn alle Spieler ihre Position in Übereinstimmung mit der Regel eingenommen haben, entscheidet, wann der Strafstoß seine Wirkung erzielt hat.

Ausführung Der ausführende Spieler muss den Ball mit dem Fuß nach vorne stoßen. Er darf den Ball nicht wieder spielen, bevor er von einem anderen Spieler berührt wurde. Der Ball ist im Spiel, wenn er mit dem Fuß gestoßen wurde und sich vorwärts bewegt.

Ein Strafstoß während des laufenden Spieles oder in der für seine Ausführung oder Wiederholung verlängerten Spielzeit gilt auch dann als verwandelt, wenn der Ball, bevor er die Torlinie zwischen den Pfosten und unterhalb der Querlatte überschritten hat, einen oder beide Pfosten und/oder die Querlatte und/oder den Torwart berührt hat.

Strafbestimmungen
für eine der folgenden Situationen, nachdem der Schiedsrichter das Zeichen zur Ausführung gegeben hat und bevor der Ball im Spiel ist.

Der ausführende Spieler verstößt gegen die Regeln: Der Schiedsrichter soll die Ausführung zulassen. Wenn der Ball ins Tor geht, wird der Strafstoß wiederholt. Wenn der Ball nicht ins Tor geht, unterbricht der Schiedsrichter das Spiel und setzt es mit einem indirekten Freistoß zugunsten der verteidigenden Mannschaft fort.

Der Torwart verstößt gegen die Regeln: Der Schiedsrichter soll die Ausführung zulassen. Wenn der Ball ins Tor geht, wird das Tor anerkannt. Wenn der Ball nicht ins Tor geht, wird der Strafstoß wiederholt.

Ein Mitspieler des Schützen betritt den Strafraum, läuft vor die Strafstoßmarke oder nähert sich dem Ball auf weniger als 9,15 m: Der Schiedsrichter soll die Ausführung zulassen. Wenn der Ball ins Tor geht, wird der Strafstoß wiederholt. Wenn der Ball nicht ins Tor geht, unterbricht der Schiedsrichter das Spiel und setzt es mit einem indirekten Freistoß zugunsten der verteidigenden Mannschaft fort. Wenn der Ball von Torwart, Querlatte oder Torpfosten zurückspringt und wieder von diesem Spieler berührt wird, soll der Schiedsrichter das Spiel unterbrechen und es mit einem indirekten Freistoß zugunsten der verteidigenden Mannschaft fortsetzen.

Ein Mitspieler des Torwartes betritt den Strafraum, läuft vor die Strafstoßmarke oder nähert sich dem Ball auf weniger als 9,15 m: Der Schiedsrichter soll die Ausführung zulassen. Wenn der Ball ins Tor geht, wird das Tor anerkannt. Wenn der Ball nicht ins Tor geht, wird der Strafstoß wiederholt.

Spieler beider Mannschaften übertreten die Regeln: Der Strafstoß wird wiederholt.

Nachdem der Strafstoß ausgeführt wurde, berührt der Schütze den Ball ein zweites Mal (aber nicht mit der Hand), bevor er von einem anderen Spieler berührt wurde: Ein indirekter Freistoß ist für die gegnerische Mannschaft zu verhängen, der am Ort des Vergehens ausgeführt wird.

Spielt der Schütze den Ball absichtlich mit der Hand, bevor er von einem anderen Spieler berührt wurde: Ein direkter Freistoß ist für die gegnerische Mannschaft zu verhängen, der am Ort des Vergehens ausgeführt wird.

Wird der Ball auf dem Weg nach vorne durch äußere Umstände aufgehalten:

Der Strafstoß muss wiederholt werden.

Nachdem der Ball von Torwart, Torpfosten oder Querlatte ins Feld zurückgesprungen ist, wird er durch äußere Umstände aufgehalten: Der Schiedsrichter muss das Spiel unterbrechen. Das Spiel wird mittels Schiedsrichterball an der Stelle fortgesetzt, an welcher der Ball durch äußere Umstände aufgehalten wurde.



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REGEL 15 - EINWURF

Der Einwurf ist eine Spielfortsetzung. Aus einem Einwurf kann ein Tor nicht direkt erzielt werden.

Auf Einwurf wird entschieden, wenn der Ball die Seitenlinie in der Luft oder am Boden vollständig überschritten hat, an der Stelle, an welcher der Ball die Linien überschritten hat, gegen die Mannschaft, deren Spieler zuletzt den Ball berührt hat.

Ausführung
Im Augenblick des Einwurfes muss der einwerfende Spieler das Gesicht dem Spielfeld zuwenden, mit einem Teil eines jeden Fußes entweder auf der Seitenlinie oder auf dem Boden außerhalb des Spielfeldes stehen, beide Hände gebrauchen, den Ball von hinten über seinen Kopf werfen.

Der einwerfende Spieler darf den Ball nicht ein zweites Mal spielen, bevor ihn ein anderer Spieler berührt hat.

Alle Gegenspieler müssen einen Mindestabstand von zwei Metern zum einwerfenden Spieler einhalten.

Der Ball ist im Spiel, sobald er innerhalb des Spielfeldes ist.

Strafbestimmungen
Der Einwurf wird von einem Feldspieler ausgeführt:
Wenn der Ball im Spiel ist und von dem ausführenden Spieler erneut (außer absichtlich mit der Hand) berührt wird, bevor ein anderer Spieler ihn berührt hat, wird ein indirekter Freistoß für die gegnerische Mannschaft an der Stelle verhängt, an der sich das Vergehen ereignet hat.

Wenn der Ball im Spiel ist und von dem ausführenden Spieler absichtlich mit der Hand gespielt wird, bevor ein anderer Spieler ihn berührt hat, wird ein direkter Freistoß für die gegnerische Mannschaft an der Stelle verhängt, an der sich das Vergehen ereignet hat. Ein Strafstoß ist zu verhängen, wenn das Vergehen im Strafraum des ausführenden Spielers erfolgte.

Der Einwurf wird vom Torwart ausgeführt:
Wenn der Ball im Spiel ist und vom Torwart erneut (außer absichtlich mit der Hand) berührt wird, bevor ein anderer Spieler ihn berührt hat, wird ein indirekter Freistoß für die gegnerische Mannschaft an der Stelle verhängt, an der sich das Vergehen ereignet hat

Wenn der Ball im Spiel ist und vom Torwart absichtlich mit der Hand gespielt wird, bevor ein anderer Spieler ihn berührt hat, wird ein direkter Freistoß für die gegnerische Mannschaft an der Stelle verhängt, an der sich das Vergehen ereignet hat, wenn diese sich außerhalb seines Strafraumes befand. wird ein indirekter Freistoß für die gegnerische Mannschaft an der Stelle verhängt, an der sich das Vergehen ereignet hat, wenn es in seinem Strafraum geschah.

Wenn bei der Ausführung eines Einwurfes ein Gegner den einwerfenden Spieler behindert oder stört, wird er wegen unsportlichen Betragens verwarnt.

Nach jeder anderen Übertretung dieser Regel wird der Einwurf von einem Spieler der gegnerischen Mannschaft ausgeführt.

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REGEL 16 - ABSTOSS

Der Abstoß ist eine Spielfortsetzung. Aus ihm kann für die ausführende Mannschaft ein Tor direkt erzielt werden.

Ein Abstoß wird verhängt, wenn der Ball zuletzt von einem Spieler der angreifenden Mannschaft berührt wurde und in der Luft oder am Boden vollständig die Torlinie überschreitet, ohne dass dabei ein Tor in Übereinstimmung mit Regel 10 erzielt wurde.

Ausführung Der Abstoß wird von einem Spieler der verteidigenden Mannschaft von irgendeinem Punkt innerhalb des Torraumes ausgeführt. Die Gegner des Spielers, der den Abstoß ausführt, müssen außerhalb des Strafraumes bleiben, bis der Ball im Spiel ist. Der abstoßende Spieler darf den Ball nicht ein zweites Mal spielen, bevor ihn ein anderer Spieler berührt oder gespielt hat. Der Ball ist im Spiel, wenn er mit dem Fuß direkt aus dem Strafraum heraus gestoßen wurde.

Strafbestimmungen
Der Ball wurde nicht direkt aus dem Strafraum ins Spiel gebracht: Der Abstoß wird wiederholt.

Der Abstoß wird von einem Feldspieler ausgeführt:
Wenn der Ball im Spiel ist und von dem ausführenden Spieler erneut (außer absichtlich mit der Hand) berührt wird, bevor ein anderer Spieler ihn berührt hat, wird ein indirekter Freistoß für die gegnerische Mannschaft an der Stelle verhängt, an der sich das Vergehen ereignet hat.

Wenn der Ball im Spiel ist und von dem ausführenden Spieler absichtlich mit der Hand gespielt wird, bevor ein anderer Spieler ihn berührt hat, wird ein direkter Freistoß für die gegnerische Mannschaft an der Stelle verhängt, an der sich das Vergehen ereignet hat. Ein Strafstoß ist zu verhängen, wenn das Vergehen im Strafraum des ausführenden Spielers erfolgte.

Der Abstoß wird vom Torwart ausgeführt:
Wenn der Ball im Spiel ist und vom Torwart erneut (außer absichtlich mit der Hand) berührt wird, bevor ein anderer Spieler ihn berührt hat, wird ein indirekter Freistoß für die gegnerische Mannschaft an der Stelle verhängt, an der sich das Vergehen ereignet hat.

Wenn der Ball im Spiel ist und vom Torwart absichtlich mit der Hand gespielt wird, bevor ein anderer Spieler ihn berührt hat, wird ein direkter Freistoß für die gegnerische Mannschaft an der Stelle verhängt, an der sich das Vergehen ereignet hat, wenn sich diese außerhalb des Strafraumes dieses Torwartes befand. wird ein indirekter Freistoß für die gegnerische Mannschaft an der Stelle verhängt, an der sich das Vergehen ereignet hat, wenn diese im Strafraum des ausführenden Torwartes geschah.

Bei jeder anderen Übertretung dieser Regel: wird der Abstoß wiederholt.

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REGEL 17 - ECKSTOSS

Der Eckstoß ist eine Spielfortsetzung. Aus ihm kann für die ausführende Mannschaft ein Tor direkt erzielt werden.

Ein Eckstoß wird verhängt, wenn der Ball – zuletzt von einem Spieler der verteidigenden Mannschaft berührt – in der Luft oder am Boden vollständig die Torlinie überquert, ohne dass dabei ein Tor in Übereinstimmung mit Regel 10 erzielt wurde.

Ausführung Der Ball wird in den Viertelkreis der am nächsten gelegenen Eckfahne gesetzt. Die Eckfahne darf nicht entfernt werden. Die Gegenspieler dürfen nicht näher als 9,15 m an den Ball herankommen, bevor dieser im Spiel ist. Der Eckstoß wird von einem Spieler der angreifenden Mannschaft ausgeführt. Der Ball ist im Spiel, wenn er mit dem Fuß gestoßen wurde und sich bewegt. Der ausführende Spieler darf den Ball nicht wieder spielen, bevor er von einem anderen Spieler berührt wurde.

Strafbestimmungen
Der Eckstoß wird von einem Feldspieler ausgeführt:
Wenn der Ball im Spiel ist und von dem ausführenden Spieler erneut (außer absichtlich mit der Hand) berührt wird, bevor ein anderer Spieler ihn berührt hat, wird ein indirekter Freistoß für die gegnerische Mannschaft an der Stelle verhängt, an der sich das Vergehen ereignet hat.

Wenn der Ball im Spiel ist und von dem ausführenden Spieler absichtlich mit der Hand gespielt wird, bevor ein anderer Spieler ihn berührt hat, wird ein direkter Freistoß für die gegnerische Mannschaft an der Stelle verhängt, an der sich das Vergehen ereignet hat. Ein Strafstoß ist zu verhängen, wenn das Vergehen im Strafraum des ausführenden Spielers erfolgte.

Der Eckstoß wird vom Torwart ausgeführt:
Wenn der Ball im Spiel ist und vom Torwart erneut (außer absichtlich mit der Hand) berührt wird, bevor ein anderer Spieler ihn berührt hat, wird ein indirekter Freistoß für die gegnerische Mannschaft an der Stelle verhängt, an der sich das Vergehen ereignet hat.

Wenn der Ball im Spiel ist und vom Torwart absichtlich mit der Hand gespielt wird, bevor ein anderer Spieler ihn berührt hat, wird ein direkter Freistoß für die gegnerische Mannschaft an der Stelle verhängt, an der sich das Vergehen ereignet hat, wenn sich diese außerhalb des Strafraumes dieses Torwartes befand. wird ein indirekter Freistoß für die gegnerische Mannschaft an der Stelle verhängt, an der sich das Vergehen ereignet hat, wenn es im Strafraum des ausführenden Torwartes geschah.

Bei jedem anderen Vergehen wird der Eckstoß wiederholt.

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VORGEHENSWEISE ZUR ERMITTLUNG EINES SIEGERS

Auswärtstore, eine Verlängerung und die Schüsse von der Strafstoßmarke sind Methoden zur Ermittlung eines Siegers, wenn die Wettbewerbsbestimmungen dies nach einem unentschieden ausgegangenen Spiel erfordern.

Auswärtstore
Wettbewerbsbestimmungen können bei unentschiedenem Spielstand nach Hin- und Rückspiel die doppelte Zählung von Auswärtstoren vorsehen.

Verlängerung
Die Bestimmungen eines Wettbewerbes dürfen festlegen, dass dem Spiel zwei weitere gleich lange Halbzeiten, die nicht länger als 15 Minuten dauern dürfen, angefügt werden.

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SCHÜSSE VON DER STRAFSTOSSMARKE

Durchführung Der Schiedsrichter bestimmt das Tor, auf das die Schüsse ausgeführt werden. Der Schiedsrichter wirft eine Münze, und die Mannschaft, deren Spielführer die Wahl gewinnt, entscheidet, ob sie den ersten Schuss abgeben will. Der Schiedsrichter macht sich Aufzeichnungen über die ausgeführten Schüsse. Unter Beachtung der folgenden Bestimmungen stehen beiden Mannschaften je fünf Schüsse zu. Die Schüsse werden von beiden Mannschaften abwechselnd durchgeführt. Sobald eine Mannschaft mehr Tore erzielt hat, als die andere mit allen ihr zustehenden Schüssen noch erzielen könnte, ist das Spiel beendet. Wenn nach je fünf Schüssen beide Mannschaften keine oder gleich viele Tore erzielt haben, werden die Schüsse in der gleichen Reihenfolge so lange fortgesetzt, bis eine Mannschaft nach gleich vielen Schüssen ein Tor mehr erzielt hat. Wenn sich ein Torwart bei der Ausführung der Schüsse von der Strafstoßmarke verletzt und nicht mehr weiterspielen kann, darf er durch einen der gemeldeten Auswechselspieler ersetzt werden, sofern seine Mannschaft das ihr im jeweiligen Spiel zustehende Auswechselkontingent noch nicht ausgeschöpft hat. Mit Ausnahme des oben geschilderten Falles dürfen nur Spieler die Schüsse ausführen, die sich am Ende des Spieles, eine etwaige Verlängerung eingeschlossen, im Spiel befanden. Jeder Schuss muss von einem anderen Spieler ausgeführt werden, und alle teilnahmeberechtigten Spieler müssen geschossen haben, bevor ein Spieler ein zweites Mal antreten darf. Jeder teilnahmeberechtigte Spieler darf bei den Schüssen von der Strafstoßmarke zu jeder Zeit seinen Platz mit seinem Torwart tauschen. Nur die teilnahmeberechtigten Spieler und das Schiedsrichter-Team dürfen sich während der Schüsse von der Strafstoßmarke auf dem Spielfeld befinden. Alle Spieler außer dem Schützen und den beiden Torhütern müssen sich im Mittelkreis aufhalten. Der Torwart der Mannschaft des Schützen muss auf dem Spielfeld außerhalb des Strafraumes, in dem die Schüsse ausgeführt werden, an der Stelle warten, an der die Torlinie und die Strafraumbegrenzungslinie zusammentreffen. Wenn eine Mannschaft das Spiel mit mehr Spielern als die gegnerische Mannschaft beendet, ist deren Zahl auf die Zahl Spieler der gegnerischen Mannschaft zu reduzieren. Der Spielführer muss dem Schiedsrichter den Namen und die Nummer der ausgeschlossenen Spieler mitteilen. Vor Beginn der Schüsse von der Strafstoßmarke muss der Schiedsrichter dafür sorgen, dass von jeder Mannschaft gleich viele Spieler im Anstoßkreis sind und die Schüsse ausführen.

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DIE TECHNISCHE ZONE

Die in Regel 3 Entscheidung 2 des International Football Association Board beschriebene technische Zone bezieht sich hauptsächlich auf Spiele in Stadien, in dem den Betreuern und Auswechselspielern ein spezieller und mit Sitzen ausgestatteter Bereich in der nachstehend beschriebenen Form zugewiesen ist.

Die folgende Beschreibung ist als genereller Hinweis zu verstehen. Die Bestimmungen eines Wettbewerbes legen fest, wie viele Personen sich in der technischen Zone aufhalten dürfen. Zu jedem Zeitpunkt kann nur eine dieser Personen taktische Weisungen erteilen. Anschließend hat sie jeweils wieder ihren Platz einzunehmen. Der Trainer und die übrigen Betreuer dürfen die technische Zone nur in Ausnahmefällen verlassen, z. B. wenn der Schiedsrichter dem Physiotherapeuten oder dem Arzt gestattet, einen verletzten Spieler auf dem Feld zu behandeln. Der Trainer und alle übrigen Personen, die sich in der technischen Zone aufhalten, müssen sich jederzeit korrekt benehmen. Die technische Zone erstreckt sich auf jeder Seite einen Meter über die Breite der Ersatzspielerbank hinaus und bis einen Meter an die Seitenlinie heran. Es wird empfohlen, die technische Zone mit Begrenzungslinien zu markieren.

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DER VIERTE OFFIZIELLE Der vierte Offizielle kann unter Beachtung der Wettbewerbsbestimmungen nominiert werden und kommt zum Einsatz, wenn irgendein Mitglied des amtierenden Schiedsrichtertrios seine Aufgabe nicht mehr wahrnehmen kann. Er unterstützt den Schiedsrichter zu jeder Zeit. Der vierte Offizielle unterstützt den Schiedsrichter nach dessen Anweisung bei allen Verwaltungsaufgaben vor, während und nach dem Spiel. Er unterstützt die Auswechselvorgänge während des Spieles. Er überwacht den Einsatz der Ersatzbälle, wo dies nötig ist. Wenn ein Spielball während des Spieles ersetzt werden muss, stellt er auf Anweisung des Schiedsrichters einen anderen Ball zur Verfügung, um den Zeitverlust zu begrenzen. Er hat die Ausrüstung der Auswechselspieler zu kontrollieren, bevor diese eingewechselt werden. Wenn die Ausrüstung nicht den Regeln entspricht, teilt er dies dem Schiedsrichter mit. Er muss dem Schiedsrichter anzeigen, wenn aufgrund einer Verwechslung der falsche Spieler verwarnt wird oder ein Spieler nicht des Feldes verwiesen wird, obwohl er eine zweite Verwarnung erhalten hat, oder wenn außerhalb des Blickfelds des Schiedsrichters und der Schiedsrichter-Assistenten gewaltsam gespielt wird. Der Schiedsrichter entscheidet jedoch über alle Punkte, die das Spiel betreffen. Nach dem Spiel muss der vierte Offizielle einen Bericht an die zuständige Instanz verfassen, in dem er alle Vorfälle erwähnt, die der Schiedsrichter und die Assistenten nicht sehen konnten. Der vierte Offizielle muss dem Schiedsrichter-Team mitteilen, wenn er einen Bericht verfasst hat. Er informiert den Schiedsrichter, falls sich eine oder mehrere Personen in der technischen Zone ungebührlich benehmen.



... zum Inhaltsverzeichnis ZUSATZBESTIMMUNGEN FÜR SCHIEDSRICHTER, SCHIEDSRICHTER-ASSISTENTEN UND VIERTEOFFIZIELLE

Die folgenden Zusatzbestimmungen für Schiedsrichter, Schiedsrichter-Assistenten und vierte Offizielle sollen zur korrekten Anwendung der Spielregeln beitragen.

Zum Fußball gehört auch der physische Kontakt zwischen den Spielern. Zweikämpfe sind ein normaler Teil des Spieles. Allerdings müssen sich die Spieler dabei an die Regeln halten und die Grundsätze des Fairplay respektieren.

Das Begehen eines groben Fouls und gewaltsames Spiel sind zwei der Vergehen, die gemäß Regel 12 mit einem Feldverweis wegen übertriebener körperlicher Härte zu ahnden sind.

Grobe Fouls
Ein Spieler begeht ein grobes Foul, wenn er einen Gegenspieler im Kampf um den Ball, der sich im Spiel befindet, übermäßig hart oder brutal angreift.

Jeder Spieler, der im Kampf um den Ball von vorne, von der Seite oder von hinten mit einem oder beiden Beinen in einen Gegenspieler hineinspringt und durch übertriebene Härte die Gesundheit des Gegners gefährdet, begeht ein grobes Foul.

Gewaltsames Spiel
Zu gewaltsamem Spiel kann es auf oder neben dem Spielfeld kommen. Dabei kann der Ball im Spiel sein oder nicht. Ein Spieler spielt gewaltsam, wenn er einen Gegner abseits des Balles übermäßig hart oder brutal angreift.

Ebenso spielt er gewaltsam, wenn er sich gegenüber einem Mitspieler oder einer beliebigen anderen Person übermäßig hart oder brutal verhält.

Vergehen gegen Torhüter
Die Schiedsrichter werden daran erinnert, dass: ein Spieler, der den Torhüter daran hindert, den Ball aus den Händen wieder freizugeben, ein Vergehen begeht, ein Spieler, der den Ball tritt oder versucht, ihn zu treten, während der Torhüter ihn freigeben will, wegen gefährlichen Spieles bestraft werden muss, das unfaire Behindern des Torhüters bei der Ausführung eines Eckstoßes ein Vergehen darstellt.

Abschirmen des Balles
Es liegt kein Vergehen vor, wenn ein Spieler, der den Ball in spielbarer Distanz kontrolliert, diesen vor einem Gegner abschirmt, ohne dass er dazu seine Arme benutzt.

Falls er jedoch einem Gegenspieler den Weg zum Ball durch den illegalen Einsatz der Hände, Arme, Beine oder anderer Körperteile versperrt, muss dieses Vergehen mit einem direkten Freistoß oder, falls sich der Tatort innerhalb des Strafraums befindet, mit einem Strafstoß geahndet werden.

Scherenschlag oder Fallrückzieher
Ein Scherenschlag ist erlaubt, wenn dadurch nach Meinung des Schiedsrichters kein Gegenspieler gefährdet wird.

Absichtliches Handspiel
Die Schiedsrichter werden daran erinnert, dass ein absichtliches Handspiel normalerweise nur mit einem Freistoß oder, falls es im Strafraum begangen wird, mit einem Strafstoß geahndet wird. Eine Verwarnung oder ein Platzverweis wird im Normalfall nicht ausgesprochen.

Verhindern eines Tors oder einer offensichtlichen Torchance
Ein Spieler wird jedoch des Feldes verwiesen, wenn er durch ein absichtliches Handspiel ein Tor oder eine offensichtliche Torchance verhindert. Der Grund für diese Sanktion ist nicht das absichtliche Handspiel an sich, sondern die Tatsache, dass durch eine unerlaubte und unfaire Aktion ein Gegentor verhindert wurde.

Verwarnung für absichtliches Handspiel wegen unsportlichen Betragens
Unter bestimmten Umständen ist nicht nur ein Freistoß zu verhängen, sondern auch eine Verwarnung gegen den Spieler wegen unsportlichen Betragens auszusprechen, so z. B. wenn der Spieler mit eindeutiger Absicht den Ball mit der Hand spielt, um zu verhindern, dass der Gegner in Ballbesitz kommt, versucht, durch ein absichtliches Handspiel ein Tor zu erzielen.

Halten des Gegners
Häufig wird den Schiedsrichtern vorgeworfen, dass sie das Festhalten eines Gegenspielers nicht pfeifen und ausreichend bestrafen. Wird das Ziehen am Trikot und das Zurückhalten am Arm nicht konsequent geahndet, so kann dies im späteren Verlauf des Spieles zu Konflikten führen. Die Schiedsrichter sind deshalb angewiesen, bei diesen Vergehen gemäß Regel 12 früh und entschlossen durchzugreifen.

Normalerweise wird Halten nur mit einem direkten Freistoß oder einem Strafstoß bestraft.

Unter bestimmten Umständen muss jedoch eine zusätzliche Sanktion erfolgen, z. B.: eine Verwarnung wegen unsportlichen Betragens für einen Spieler, der einen Gegner zurückhält, um zu verhindern, dass dieser in Ballbesitz gelangt oder eine günstige Position einnehmen kann, ein Feldverweis für einen Spieler, der eine offensichtliche Torchance zunichte macht, indem er einen Gegner zurückhält.

Die Ausführung von Freistößen
Die Schiedsrichter werden daran erinnert, dass ein Spieler verwarnt werden muss, wenn er die Wiederaufnahme des Spiels verzögert, den vorgeschriebenen Abstand nicht einhält.

Strafstoß
Das Betreten des Strafraums vor Ausführung des Strafstoßes ist untersagt. Der Torwart verstößt gegen die Regel, wenn er nicht auf der Torlinie bleibt, bis der Ball gespielt ist. Die Schiedsrichter müssen bei Zuwiderhandlungen entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Anzeigen einer Abseitsposition
Die Abseitsstellung eines Spielers stellt an sich noch kein Vergehen dar.

Die Schiedsrichter-Assistenten dürfen eine Abseitsposition nur anzeigen, wenn der betreffende Spieler damit ein Vergehen begeht.

Vergehen der Torhüter
Die Schiedsrichter werden daran erinnert, dass die Torhüter den Ball nicht länger als sechs Sekunden in den Händen halten dürfen. Ein Torhüter, der gegen diese Regel verstößt, wird mit einem indirekten Freistoß bestraft.

Wiederholtes Verstoßen gegen die Spielregeln
Die Schiedsrichter sollten stets auf Spieler achten, die wiederholt gegen die Spielregeln verstoßen.

Dabei sollten sie sich insbesondere bewusst sein, dass auch ein Spieler, der verschiedene Vergehen begeht, wegen wiederholten Verstoßens gegen die Spielregeln verwarnt werden muss.

Verhalten gegenüber dem Schiedsrichter
Der Spielführer genießt in Bezug auf die Spielregeln keinen Sonderstatus oder besondere Privilegien, trägt aber eine gewisse Verantwortung für das Verhalten seiner Mannschaft.

Ein Spieler, der gegen eine Entscheidung des Schiedsrichters protestiert, muss verwarnt werden.

Ein Spieler, der einen Schiedsrichter tätlich angreift oder anstößige, beleidigende oder schmähende Äußerungen gebraucht, ist des Feldes zu verweisen.

Simulieren
Ein Spieler, der versucht, den Schiedsrichter zu täuschen, indem er eine Verletzung simuliert oder vorgibt, gefoult worden zu sein, muss wegen unsportlichen Betragens verwarnt werden.

Verzögerung der Wiederaufnahme des Spiels

Der Schiedsrichter muss einen Spieler verwarnen, der die Wiederaufnahme des Spiels verzögert, indem er z. B. einen Freistoß absichtlich an der falschen Stelle ausführt, um damit den Schiedsrichter zu zwingen, die Ausführung wiederholen zu lassen, einen Einwurf vorbereitet, dann aber plötzlich den Ball einem Mitspieler überlässt, nach einem Spielunterbruch durch den Schiedsrichter den Ball wegspielt oder ihn mit den Händen wegträgt, die Ausführung eines Einwurfs oder eines Freistoßes übermäßig verzögert, bei seiner Auswechslung das Spielfeld absichtlich langsam verlässt.

Torjubel
Zwar ist es einem Spieler erlaubt, seiner Freude nach einem Treffer Ausdruck zu verleihen, doch darf der Torjubel nicht übertrieben werden.

Die Fifa hielt in Zirkular Nr. 579 fest, dass Torjubel in angemessenem Rahmen erlaubt ist. Zu unterbinden sind jedoch „choreografierte“ Jubelszenen, wenn diese zu übermäßigem Zeitschinden führen. Die Schiedsrichter sind angewiesen, in solchen Fällen einzuschreiten. Ein Spieler muss verwarnt werden, wenn er: nach Meinung des Schiedsrichters mit provozierenden, höhnischen oder aufhetzenden Gesten jubelt, an einem Zaun hochklettert, um einen Treffer zu feiern, sein Hemd über seinen Kopf auszieht oder es ganz oder teilweise über seinen Kopf zieht.

Das Verlassen des Spielfelds beim Torjubel ist an sich noch kein verwarnungswürdiges Vergehen, doch müssen die Spieler so rasch wie möglich auf das Feld zurückkehren.

Von den Schiedsrichtern wird erwartet, dass sie in solchen Situationen präventiv auf die Spieler einwirken und bei der Beurteilung des Torjubels gesunden Menschenverstand walten lassen.

Getränke
Die Spieler dürfen während einer Unterbrechung Getränke zu sich nehmen, allerdings nur an der Seitenlinie. Es ist nicht erlaubt, Plastikflaschen oder andere Wasserbehälter auf das Spielfeld zu werfen.

Schmuck
Die Schiedsrichter werden daran erinnert, dass die Spieler gemäß Regel 4 keinen Schmuck tragen dürfen, der für sie oder einen anderen Spieler eine Gefahr darstellt. Solcher Schmuck muss abgelegt werden und darf nicht einfach mit Klebeband abgedeckt werden.

Anzeigen der Nachspielzeit
Die vierten Offiziellen werden daran erinnert, dass, wenn sie auf Anweisung des Schiedsrichters die Zeit anzeigen, die am Ende einer Halbzeit mindestens nachgespielt wird, diese Anzeige erst am Ende der letzten regulären Spielminute der jeweiligen Halbzeit erfolgen soll.

Verletzte Spieler

Im Zusammenhang mit Verletzungen von Spielern hat der Schiedsrichter folgende Richtlinien zu beachten: Das Spiel kann ohne Unterbrechung weiterlaufen, bis der Ball aus dem Spiel geht, wenn ein Spieler seiner Ansicht nach nur leicht verletzt wurde. Das Spiel wird unterbrochen, wenn ein Spieler seiner Ansicht nach schwer verletzt wurde. Nach Befragung des verletzten Spielers kann der Schiedsrichter einem oder höchstens zwei Betreuern erlauben, auf den Platz zu kommen, um die Art der Verletzung festzustellen und für den sicheren und raschen Transport des Verletzten vom Spielfeld zu sorgen. Gleichzeitig mit den Betreuern sollten auch Helfer mit einer Bahre auf das Spielfeld gelangen, damit der Spieler so schnell wie möglich zur Außenlinie transportiert werden kann. Der Schiedsrichter achtet darauf, dass der Verletzte sicher vom Spielfeld gebracht wird. Die Behandlung eines verletzten Spielers auf dem Spielfeld ist nicht erlaubt. Ein Spieler mit einer blutenden Wunde muss das Spielfeld verlassen und darf erst zurückkehren, wenn sich der Schiedsrichter davon überzeugt hat, dass die Blutung gestoppt wurde. Das Tragen blutverschmierter Kleidung ist verboten. Wenn der Schiedsrichter erlaubt, dass Betreuer auf den Platz kommen, bedeutet dies für den Spieler, dass er das Feld verlassen muss, entweder auf der Bahre oder zu Fuß. Hält er sich nicht an die Anweisung des Schiedsrichters, wird er wegen unsportlichen Betragens verwarnt. Ein verletzter Spieler darf erst wieder auf das Spielfeld zurückkehren, wenn das Spiel wieder aufgenommen wurde. Nach der Behandlung darf der Spieler, wenn sich der Ball im Spiel befindet, nur über die Seitenlinie auf das Feld zurückkehren. Wenn der Ball nicht im Spiel ist, ist dies auch an den Torlinien erlaubt. In beiden Fällen darf der Spieler jedoch erst nach einem Zeichen des Schiedsrichters auf das Spielfeld zurückkehren. Wenn das Spiel aus keinem anderen Grund unterbrochen wurde und wenn die Verletzung eines Spielers nicht die Folge eines Vergehens war, wird das Spiel mittels Schiedsrichterball fortgesetzt. Der Schiedsrichter lässt die gesamte Zeit, die durch Verletzungen verloren geht, am Ende jeder Halbzeit nachspielen.

Ausnahmen

Ausnahmen gelten nur bei Verletzung eines Torhüters, wenn ein Torhüter und ein Feldspieler nach einem Zusammenprall sofortige Betreuung benötigen, bei sehr schweren Verletzungen, z. B. verschluckter Zunge, Gehirnerschütterung, Beinbruch usw.

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FIFA-WETTBEWERBSRICHTLINIEN 2005 FÜRTEILNEHMENDE TEAMS

Diese Richtlinien sollen einige häufige Situationen klären und den teilnehmenden Teams bei der korrekten Auslegung der Spielregeln helfen.



REGEL 4 – AUSRÜSTUNG DER SPIELER Moderne Schutzgegenstände wie Kopfschutz, Gesichtsmaske, Knie- und Ellenbogenschoner aus weichem, leichtem und gepolstertem Material gelten als nicht gefährlich und sind deshalb erlaubt. Dank neuer technischer Erkenntnisse sind Sportbrillen heute für den Träger und seine Gegenspieler viel sicherer.

Sicherheit
Ein Spieler darf keine Kleidungsstücke oder Ausrüstungsgegenstände tragen, die für ihn oder einen anderen Spieler gefährlich sind (einschließlich jeder Art von Schmuck).

Schmuck
Jede Art von Schmuck ist gefährlich. Da der Begriff „gefährlich“ interpretationsbedürftig und folglich bisweilen unklar ist, ist jeglicher Schmuck verboten.

Schmuck darf nicht mit Klebeband abgedeckt werden, da dies keinen ausreichenden Schutz bietet.

Ringe, Ohrringe sowie Leder- und Gummibänder können ebenfalls zu Verletzungen führen und dürfen deshalb nicht getragen werden.



REGEL 12 – VERBOTENES SPIEL UND UNSPORTLICHES BETRAGEN (ENTSCHEIDUNG 6)

Ausziehen des Trikots Das Ausziehen des Trikots nach einem Tor ist unnötig. Solch übermäßiger Torjubel ist von den Spielern zu vermeiden. Ausziehen bedeutet, dass das Hemd über den Kopf ausgezogen oder ganz oder teilweise über den Kopf gezogen wird.



REGEL 14 – STRAFSTOSS Das Betreten des Strafraums vor Ausführung des Strafstoßes ist untersagt. Der Torwart verstößt gegen die Regel, wenn er nicht auf der Torlinie bleibt, bis der Ball gespielt ist.

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Mehr zum Regelwerk der Fifa unter www.fifa.com

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