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DER VORGÄNGER

August Hanning. Zweimal bereits folgte Ernst Uhrlau dem jetzigen Innenstaatssekretär August Hanning in einem Amt nach: Hanning war bis 1998 selbst Geheimdienstkoordinator und danach bis 2005 BND-Präsident. Uhrlau dürfte den von Hanning begonnenen Weg fortsetzen: Der BND öffnete sich nach außen – allerdings nur, solange nicht prekäre Details aus der Geheimdienstarbeit an die Öffentlichkeit gelangten.

DER VERHANDLUNGSPARTNER

Hassan Nasrallah.

Ernst Uhrlau handelte 2004 mit der von Nasrallah geführten Hisbollah-Miliz in Libanon einen spektakulären Gefangenenaustausch aus. Uhrlau, der sich während seiner Zeit im Kanzleramt intensiv mit dem Nahen Osten beschäftigte, erreichte die Freilassung des israelischen Geschäftsmanns Elhanan Tenenbaum sowie die Überführung der Leichen von drei israelischen Soldaten – im Gegenzug ließ Israel über 400 inhaftierte Palästinenser frei.

DER EX-CHEF

Frank-Walter Steinmeier. Bevor im Zuge der Al-Masri-Affäre Vorwürfe gegen den BND und die frühere Bundesregierung laut wurden, galten Uhrlau und der ehemalige Kanzleramtschef Steinmeier als „Traumduo“ an der Spitze der Geheimdienstkontrolle. Gemeinsam war ihnen die Abneigung gegen spektakuläre Aktionen, wie es sie zu Zeiten des einstigen Staatsministers im Bundeskanzleramt Bernd Schmidbauer (CDU) gegeben hatte. Tsp

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