Zeitung Heute : Alles auf Grün

Die Vorbereitungen laufen in vielen Bereichen

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Auf einem Militärstützpunkt in Südungarn ist nach Zeitungsberichten eine erste Gruppe ExilIraker eingetroffen, die von den USA als Dolmetscher und Vermittler ausgebildet werden sollen. Insgesamt sollten nach Informationen des ungarischen Verteidigungsministeriums bis zu 3000 Gegner der irakischen Regierung ausgebildet werden. Dazu sollen bis zu 2000 US-Ausbilder, Logistikexperten und Sicherheitskräfte auf der Militärbasis Taszar stationiert werden. Insgesamt wollen die USA 8,7 Millionen Euro in die Ausbildung von Exil-Irakern zur Vorbereitung auf einen Sturz von Saddam Hussein stecken.

Die Hilfsorganisation Unicef hat Vorbereitungen zum Schutz der Kinder getroffen. Frauen und Kinder im Irak seien schon von den Auswirkungen des Golfkrieges Anfang der 90er Jahre und den darauf folgenden Sanktionen am härtesten betroffen, teilte das UN-Kinderhilfswerk mit. Eine Unterbrechung der Hilfeleistungen durch einen neuen Krieg würde vor allem die etwa 3,5 Millionen Kleinkinder unter fünf Jahren treffen. Unicef habe deshalb bereits Hilfsgüter im Wert von etwa sieben Millionen Euro bereitgestellt. Diese würden meist im Irak, aber auch in den Nachbarländern Iran und Jordanien gelagert. Trotz leicht verbesserter Ernährungslage sind den Angaben zufolge noch immer fast eine Million irakische Kinder chronisch mangelernährt.

Die Lufthansa hat sich Überflugrechte für Ausweichrouten gesichert, wie ein Sprecher sagte. Es gebe zudem Modelle für die schnelle Information von Kunden im Krisenfall. Sollten die Ölpreise weiter so hoch bleiben, könnten die Kerosinkosten bei der Lufthansa nach Erwartung des Vorstands in diesem Jahr um rund 100 Millionen Euro steigen. Dies gelte, obwohl für das erste Quartal 90 Prozent und für das zweite Quartal 75 Prozent des Bedarfs zu günstigeren Preisen gesichert worden seien.

Soldaten der Bundeswehr schützen amerikanische Kasernen und andere militärische Einrichtungen in Deutschland. Die Hilfe war von der US-Regierung im Zuge ihrer Vorbereitungen auf einen Krieg gegen den Irak erbeten und von der Bundesregierung zugesagt worden. Nach Mitteilung einer Sprecherin der US-Armee in Heidelberg sollen insgesamt rund 95 US-Militäreinrichtungen von deutschen Soldaten bewacht werden. Die Bundeswehr hat dazu insgesamt 2 600 Soldaten abgestellt.

Irgendwann in diesen Tagen kommt der 150 000. Soldat aus den USA am Persischen Golf an. 35 000 britische Soldaten sind ebenfalls schon vor Ort oder unterwegs. Im Golf selbst kreuzen drei amerikanische Flugzeugträger, ein vierter liegt im südöstlichen Mittelmeer. Unbestätigten Meldungen zufolge sollen US-Soldaten schon die Grenzen im Norden und Süden des Irak überschritten haben, um die Lage auszukundschaften. Waffen, Panzer, Flugzeuge, und Kommandobasen finden sich unter anderem in Kuwait, Saudi-Arabien, Qatar, Bahrain, Djibouti, Oman, in der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Tsp

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