Zeitung Heute : Alles crescendo

Spitzenklasse: Musikfestwochen der UdK

Alexander Viktorin

„Es hat sich herumgesprochen, dass hier eine großartige Veranstaltungsreihe läuft“, stellt Konradin Groth im Anschluss an die diesjährigen Musikfestwochen „crescendo“ fest. Das Festival macht seinem Namen alle Ehre. „Etwa 30 Prozent mehr Zuschauer als im vorigen Jahr“, schätzt Groth, der künstlerische Leiter. Und nicht nur die Besucherzahlen verhalten sich crescendo.

Was der Rundgang für die Bildende Kunst, Gestaltung und die darstellenden Künste der UdK ist, das ist „crescendo“ für die Musiker. Öffentliche Konzerte sind ein fester Bestandteil des Unterrichts an der Fakultät Musik der UdK Berlin. Ob Gitarre, Flöte oder Klavier, Vortragsabend oder Hochschulorchester, die Klassen und ihre Professoren bringen bereits während des normalen Semesterbetriebs jede freie Minute mit Proben zu. „Zusätzlich noch ein Musikfestival zu bestücken, ist dann für die meisten eine große Herausforderung“, sagt Groth.

Jedes Jahr gibt es eine programmatische Vorlage, diesmal war es der 200. Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy. „Wir wollen alles präsentieren, was in diesem Haus an künstlerischen Kapazitäten vorhanden ist“. Fast alle der 24 Veranstaltungen hat er persönlich besucht: „Wunderbar hat mir das Artemis Quartett gefallen, dessen Mitglieder bei uns eine Professur für Kammermusikspiel haben. Das war ein atemberaubendes Konzert von Anfang bis Ende.“ Auch das Serenadenkonzert zum Abschluss hat in diesem Jahr begeistert. „Da stand jeder Musiker wie ein Solist auf der Bühne und es war ein Feuer, das plötzlich von den jungen Leuten ausging.“

Neben den Präsentationen der Studenten sieht Konradin Groth die Darbietungen der Lehrenden als eine Konstante. „Hans-Joachim Greiner, Hartmut Rohde, Jens Peter Mainz und Burkhard Glaetzner sind Beispiele für die Musiker der internationalen Spitzenklasse, die hier unterrichten.“ Seit 2003 gibt es „crescendo“, anfangs unter der Leitung des damaligen Dekans und heutigen UdK-Präsidenten Martin Rennert. Nach sieben Jahren hat das Berliner Publikum die Musikfestwochen angenommen. „Wo sonst“, fragt Groth, „kann man im Rahmen von Musikfestwochen so viele junge Musiker erleben, die voller Enthusiasmus auf der Bühne stehen, und das gemeinsam mit ihren Lehrern?“ Alexander Viktorin

Am 18. Juli gibt es im Rahmen des Rundgangs um 18 Uhr ein Kommermusik-Konzert im Joseph-Joachim-Konzertsaal.

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