Zeitung Heute : Alles eine Sache des Zufalls

SIMONE LEINKAUF

Schon mal mit drei Kegeln jongliert oder einen Stab auf der Fingerspitze balanciert? An einer Kletterpflanze hochgehangelt oder bei offenem Fenster versucht, einen Gasherd anzuzünden? Wenn nicht, dann gibt es geradezu ein Muß, das einmal zu versuchen: Seit kurzem ist der Berliner Tivola Verlag mit der CD-ROM "Meister Zufall und die Herrscher der Elemente" auf dem Markt.

In diesem Fall geht es allerdings nicht um die bekannten vier Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde, sondern um Schwerkraft, Zeit, Elektrizität, Wärme und Licht: Meister Zufall ist seine Katze abhanden gekommen.Und da die Herrscher der Elemente ihm bei der Suche helfen, drohen ihnen ihre Elemente zu entgleiten.Mit dem geheimnisvollen Buch von Meister Zufall kann das Rätsel um die verschwundene Katze gelöst und den Herrschern der Elemente geholfen werden, ihre Macht wieder zurückzuerlangen.

Das hört sich zunächst ganz einfach an, wüßte man doch nur wie man an das besagte Buch herankommt.Die Seiten sind in den fünf Zimmern der Schloßherren versteckt.Und diese zu finden, ist gar nicht so einfach: Rätsel müssen gelöst, akrobatische Übungen gemeistert und Experimente aufgebaut werden.Dabei hilft ein strategischer Aufbau des eigenen Spieles wenig, denn - wie schon der Name des Spieles vermuten läßt - hier regiert Meister Zufall.Hinweise, wo die nächsten Seiten versteckt sind, finden sich in den Worten des Meisters.Für das nötige Glück sorgen Kleeblätter, die man bekommt, wenn man etwas außergewöhnliches in einem der Zimmer entdeckt oder eine Übung mit großer Geschicklichkeit meistert.Für welche Aufgaben aber die Kleeblätter vergeben werden und welche Aufgaben überhaupt zu meistern sind, kann man nur durch wiederholtes Experimentieren und Ausprobieren erfahren.

Die liebevolle graphische Gestaltung der Räume und die im Bild versteckten Überraschungen lassen die Reise durch das Schloß zum Vergnügen werden.Die Experimente sind teilweise jedoch so schwierig, daß sich vermutlich nicht nur die jüngsten Spieler - Tivola gibt als Altersangabe 8-102 Jahre vor - in die unterstützende Hilfe-Datei klicken werden, um einen Tip für den weiteren Verlauf abzuholen.Eine speziell entwickelte Maus-Technik, durch die der Cursor in Form eines Handschuhes ähnlich wie die eigene Hand funktioniert, ist zunächst gewöhnungsbedürftig: Nicht durch einfaches Anklicken kommt man weiter, sondern indem die Maus gedrückt durch die Räume geführt wird kann man heben, schieben, werfen, drücken und balancieren.Die Experimente erhalten dadurch einen zusätzlichen optischen Reiz.Rundherum wieder einmal ein gelungenes Spiel aus der Abenteuer-Reihe des Berliner Verlages.

Systemvoraussetzungen: Windows: WIN 95/WIN 98, PC mit SVGA Grafikkarte, Soundkarte, CD-ROM Laufwerk mit doppelter Geschwindigkeit, Pentium 60, 16 MB RAM.MAC: System 7.1, CD-ROM Laufwerk mit doppelter Geschwindigkeit, Power PC, 16 MB RAM.Tivola Berlin 1999, 49,90 Mark.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben