Zeitung Heute : Alles über Hamburg

Studenten gestalten heute das Programm des DeutschlandRadios

Günter Flott

Beim DeutschlandRadio Berlin sitzen heute die Sprecher mit offener Hose vor dem Mikrofon. Von 9 bis 18 Uhr werden ausschließlich Beiträge von 21 Hamburger Journalistik-Studenten über ihre Stadt gesendet. Und sie haben von der DeutschlandRadio-Redakteurin Susanne Führer gelernt, dass man mit offener Hose besser atmen und damit auch besser sprechen kann. Der heutige Hamburg-Tag ist Abschluss des Seminars „Studenten machen Radio“ am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Hamburg.

Es ist das erste Mal, dass ein Radiosender Studenten einen ganzen Tag lang bundesweite Sendezeit einräumt. Susanne Führer ist die Initiatorin des Projektes. Sie will junge Leute stärker ins Programm einbinden. Es sei aber kein Übungsradio, sagt die Programmdirektorin des DeutschlandRadios Gerda Hollunder. Der Programmanspruch, den der Sender als Anstalt für die 16 Bundesländer hat, muss bei der Studentensendung erhalten bleiben. Das heißt, der Hamburg-Tag darf sich nicht auf Lokaljournalismus beschränken. Die Beiträge über den Fischmarkt, den Hafen und die Hamburger Medienszene müssen so gestaltet sein, dass daran auch die Hörer an Rhein und Bodensee Interesse finden. Das Programm beginnt mit einem Gespräch mit dem „Spiegel“-Chefredakteur Stefan Aust. Hollunder spielt mit dem Gedanken, diese Form der dualen Rundfunkjournalistenausbildung fest einzurichten. Dann würde man mit Hochschulen in allen Teilen der Republik kooperieren.

„Studenten machen Programm. Ein Hamburg-Tag“, DeutschlandRadio Berlin, heute von 9 bis 18 Uhr

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