Zeitung Heute : Allzeit gute Fahrt

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Dreimal musste sie neu gegründet werden. Aber den Stern trägt sie schon seit ihren Anfängen 1888 im Firmenlogo: die Stern und Kreisschiffahrt . Mit 17 Dampfern begann die Geschichte des Berliner Unternehmens, das sich bei der Gründung umständlich „Spree-Havel-Dampfschiffahrt Gesellschaft Stern“ nannte. 35 Jahre lang funktionierte das Konzept, Passagiere über Berlins Gewässer zu schippern. Doch 1934 kam das wirtschaftliche Aus . Schiffe und Werften gingen an die Neugründung Stern und Kreisschiffahrt der Teltowkanal AG über. Auch die Angestellten konnten weiter arbeiten. Der Zweite Weltkrieg nahm dem Unternehmen seine Basis: Die Flotte wurde zerstört, Schiffe nach Kriegsende beschlagnahmt. Nur der Dampfer Potsdam überlebte. Im Juni 1945 wurde mit ihm der Linienverkehr zwischen Stößensee- und Glienicker Brücke wieder aufgenommen .

1961, nach der Teilung Berlins, muss die Stern und Kreisschiffahrt ein weiteres Mal neu beginnen: Für den Rundfahrt-Klassiker Wannsee – Kladow – Pfaueninsel – Wannsee werden am Anfang Charterschiffe eingesetzt. Ab 1964 geht der Ausbau der Flotte flott voran: 1964 die MS Wappen, 1966 MS Großer Kurfürst, 1969 Havelstern, 1973 der schwimmende Wal Moby Dick, 1987 Berolina und Monbijou, 1988 die Havelqueen, Nachbau eines Mississippi-Raddampfers, 1991 die Luna und so weiter. 1992 erhält die Gesellschaft ihren endgültigen Namen: Weiße Flotte Berlin und Stern und Kreisschiffahrt fusionieren , tragen im Logo den weißen Stern auf orangem Kreis und haben ihren Sitz fortan im Treptower Hafen. Seit 2004 schippern für die Stern und Kreis insgesamt 30 Fahrgastschiffe über Flüsse und Seen in Berlin und Brandenburg. lei

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