Zeitung Heute : Alt werden: Medizin: Von nun bergab?

Kalendarisches Altern beginnt als irreversibler Prozess mit der Geburt. Trotzdem: Die ersten 25 Jahre seines Lebens befindet sich der Mensch in der Aufbauphase.

Ab 25 wird weniger Wachstumshormon ausgeschüttet, "Alterungsgene" sorgen dafür, dass die Aufbauphase ihr Ende findet. Ob diese Veränderung schon als "Altern" bezeichnet werden kann, ist aber fraglich.

Jenseits der 40 verlieren die Augen die Fähigkeit, nahe liegende Gegenstände scharf zu sehen, die Haut wird trockener, verliert an Elastizität, bekommt Falten.

Hormonelle Umstellungen sind bei Frauen eher auf eine kurze Lebensphase konzentriert, mit der "Menopause" enden die fruchtbaren Jahre. Das "Klimakterium des Mannes" mit der Abnahme männlicher Hormone ist dagegen ein allmählicher Prozess. Seriöse Hormon-Spezialisten weisen darauf hin, dass die Abnahme bestimmter Hormonwerte im Blut nicht notwendigerweise einen Mangel oder eine Krankheit anzeigt.

Das "biologische" Alter unterscheiden Mediziner vom chronologischen. Erscheinungen wie Abnahme der Knochensubstanz oder Umwandlung von Muskel- in Fettgewebe können durch körperliche Aktivität gebremst werden.

Krankheiten wie Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Rheuma und Verengung der Herzkranzgefäße nehmen mit dem Alter zu, sie sind aber keine bloßen "Alterserscheinungen", sondern können und müssen behandelt werden.

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