Zeitung Heute : An Geldautomat gescheitert

Der Tagesspiegel

Am Gewicht ihrer Beute scheiterten Mittwoch früh gegen 3.20 Uhr Einbrecher in Marzahn. An der Marzahner Promenade versuchten die Täter, gleich einen ganzen Geldautomaten aus der Filiale einer Berliner Bank zu entwenden. Sie schafften es zwar noch, den fast eine halbe Tonne wiegenden Tresor aus der Verankerung zu reißen, dann aber gelang es nicht, das Gerät in den Transporter zu hieven. Die Täter ließen Geldautomat und Auto stehen und flüchteten offenbar zu Fuß. Dies ist bereits der zweite Fall in Berlin.

Am 20. Februar rissen die Täter ebenfalls einen Geldautomaten der Berliner Bank mit einer an ein Auto gebundenen Kette an der Brendener Straße in Hohenschönhausen aus seinem Sockel . Bei dem Versuch, den schweren Automaten zu verladen, brach seinerzeit die Sackkarre unter dem Gewicht zusammen. Die Täter flüchteten ebenfalls ohne Beute.

Für die Tat von Mittwoch früh wollten die Täter ihre Beute in einem roten VW-Transporter wegfahren. Der Wagen war bereits in der Nacht vom 26. auf den 27. Februar an der Elberfelder Straße in Moabit gestohlen worden. Die Polizei bittet Zeugen, die wissen, wo der VW-Transporter mit dem Kennzeichen B-ED 6231 untergestellt war, sich unter der Telefonnummer 699 38 468 zu melden.

Bisher wurden derartige Diebstähle nur in Brandenburg verübt. Nun scheint die Welle auch nach Berlin zu schwappen, sagte ein Beamter im Landeskriminalamt (LKA) Berlin. Dabei konzentrieren sich die Täter zurzeit noch auf das Gebiet am Stadtrand.

Vor wenigen Tagen, am 2. März, entwendeten Unbekannte auf fast gleiche Weise einen Geldautomaten aus einem Einkaufszentrum in Hönow, nur wenige Meter von der Berliner Stadtgrenze entfernt. In diesem Fall ermittelt die Kripo in Frankfurt (Oder) gemeinsam mit dem LKA Berlin. Denn die Täter verwendeten zum Abtransport des Automaten einen roten Lastwagen, der zuvor in Berlin gestohlen worden war. Dies ergaben die Spuren am Tatort, Aussagen von Zeugen und die Ermittlungen der Polizei.

Da die drei Tatorte nicht weit auseinander liegen, schließt die Kriminalpolizei nicht aus, dass hinter allen Einbrüchen eine Tätergruppierung steckt. weso

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