Zeitung Heute : An jedem zweiten Arbeitsplatz kommt die Ergonomie zu kurz

Jeder zweite Computerarbeitsplatz in Deutschland ist nach einem Bericht des Unternehmermagazins "Markt und Mittelstand" gesundheitsgefährdend. Etwa die Hälfte der Arbeitsplätze weisen "gravierende ergonomische Mängel" auf und entsprechen damit nicht den geltenden Richtlinien, berichtet das in Würzburg erscheinende Magazin in seiner aktuellen Ausgabe.

Im kommenden Jahr drohten den Arbeitgebern dafür Bußgelder von bis zu 50 000 Mark, da dann die Übergangsfrist der seit 1996 gültigen Bildschirmarbeitsverordnung ablaufe, so das Magazin weiter. Die Verordnung gibt Mindeststandards für Arbeitsplätze vor. Dabei geht es unter anderem um die Beschaffenheit von Arbeitstisch und Bürostuhl, die Mindestgröße von Arbeitsplätzen sowie um Luft- und Lärmverhältnisse im Büro. Zudem entsprechen die eingesetzten Computermonitore oftmals nicht den Standards.

Unter Fachleuten sei unbestritten, dass ergonomisch optimale Arbeitsplätze die Fehlzeiten reduzierten, schreibt das Magazin weiter. Ein Drittel der Erkrankungen an Bildschirmarbeitsplätzen beträfen Skelett und Muskulatur. Allein Rückenleiden führten pro Mitarbeiter zu durchschnittlich 18 Fehltagen pro Jahr.

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