Zeitung Heute : An Klaus Pohl Bundesagentur für Arbeit

Neuregelung für Soldaten und Zivis

An Klaus Pohl

Die Arbeitsmarktgesetze sind ja nun mal wieder nachgebessert worden. Wir haben gehört, dass das auch Wehrpflichtige und Zividienstleistende betrifft. Was ändert sich für unseren Sohn, der bald Zivildienst machen will?

Künftig sind alle Wehr- und Zivildienstleistenden in der Arbeitslosenversicherung versichert. Die am Dritten Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt vom 23.12.2003 („Hartz III“) vorgenommenen Änderungen werden ab erstem Februar 2006 wirksam. Ab dann gilt die Zugehörigkeit zur Arbeitslosenversicherung. Das bedeutet, dass sich Schüler nach dem Ende ihrer Schulausbildung nicht mehr beim Arbeitsamt allein aus dem Grund arbeitslos melden müssen, um sich einen möglichen Anspruch auf Arbeitslosengeld im Anschluss an Wehr- oder Zivildienst abzusichern.

Die Reform sieht zudem eine einheitliche Anwartschaftszeit für den Anspruch auf Arbeitslosengeld für alle Arbeitnehmer vor. Die einheitliche Anwartschaftszeit (Vorversicherungszeit) beträgt ab Februar 2006 einheitlich zwölf Monate. Die bisherigen Sonderregelungen zu einer sechsmonatigen Anwartschaftszeit für Saisonarbeitnehmer, für Wehrdienstleistende und Zivildienstleistende entfallen. Das bedeutet, dass für Wehr- und Zivildienstleistende allein durch ihre Dienstzeit kein Leistungsanspruch mehr begründet ist. Foto: promo

– Haben Sie auch eine Frage?

Dann schreiben Sie uns:

E-Mail:

Redaktion.Beruf@tagesspiegel.de

Postanschrift: Verlag Der Tagesspiegel,

Redaktion Karriere & Beruf,

10876 Berlin

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben