Zeitung Heute : An Klaus Pohl Bundesagentur für Arbeit

Arbeiten trotz ALG I-Bezugs?

An Klaus Pohl

Ich bin seit eineinhalb Jahren in einem Unternehmen befristet angestellt und arbeite 19,5 Stunden pro Woche. Mein Arbeitsvertrag wurde jetzt leider nicht verlängert. Deshalb werde ich demnächst Arbeitslosengeld I beziehen müssen. Seit drei Jahren arbeite ich nebenher aber auch als Freiberuflerin. Soweit ich weiß, kann ich als Arbeitslosengeld I-Empfängerin meine nebenberufliche Tätigkeit weiterhin ausüben solange sie nicht 15 Stunden pro Woche überschreitet. Stimmt das?

Als Arbeitslosengeld I-Bezieher ist es grundsätzlich möglich, nebenher zu arbeiten. Voraussetzung ist aber, dass Sie einer weniger als 15 Stunden wöchentlich umfassenden Beschäftigung nachgehen. Ist das der Fall, wird das Arbeitsentgelt nach Abzug der Steuern, der Sozialversicherungsbeiträge und der Werbungskosten sowie eines Freibetrags in Höhe von 165 Euro auf das Arbeitslosengeld für den Kalendermonat, in dem die Beschäftigung ausgeübt wird, angerechnet.

Wenn Sie dem Arbeitsmarkt künftig aber nur mit der Hälfte der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit zur Verfügung stehen wollen, hat dies Auswirkungen auf die Höhe des Arbeitslosengeldes. Sie erhalten nicht die volle Leistungshöhe. Das bedeutet, dass das Bemessungsentgelt sich für die Zeit der Arbeitszeiteinschränkung entsprechend vermindert.

Zur Art und Weise der Berechnung und genauen Höhe kann Ihnen am besten der Leistungsbereich Ihrer Agentur für Arbeit Auskunft erteilen. Foto: promo

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