Zeitung Heute : An Stornos gut verdient

tdt

Deutschlands Reiseveranstalter haben so manche Mark an den Stornierungen verdient, die nach dem 11. September 2001 massenhaft eingingen: Bei Pauschalreisen mit entsprechendem Reiseschutz bekamen sie die Kosten von den Assekuranzen erstattet - und verkauften Bett, Flug oder Transfer noch einmal.

"Rechnungen für nichts bis zu 15 000 Mark" habe sein Unternehmen reguliert, zürnt Adrian von Dörnberg, Vorstand der Europäischen Reiseversicherung. Viele der abgesagten Arrangements seien ganz schnell wieder auf dem Reisemarkt aufgetaucht, etwa in Last-Minute-Büros.

Die mit Abstand größte Reiseversicherung Deutschlands - sie weist 2001 bei einem Umsatz von 250 Millionen Euro einen Verlust von fünf Millionen Euro aus - beklagt außerdem die zunehmende Zahl von Betrugsfällen. Nach der Terrorwelle hätten sich viele Reisende Gefälligkeitsatteste besorgt. Von Dörnberg: "Damit war die Ärzteschaft sehr schnell zur Hand."

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