Zeitung Heute : André Sarrasani, Zirkusdirektor

Befragt von Ariane Bemmer

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WAS ICH MAG

1. Beim Aufwachen: Die Gewissheit, dass bei uns kein Tag wie der andere ist.

2. An meinem Namen: Die mehr als 100 Jahre alte Tradition – die Geschichte, die unsere Familie ausmacht.

3. An der EU: Weniger Papierkram, keine langen Grenzaufenthalte und dass die Künstler pünktlich zur Show in Deutschland sind.

4. An Tierschützern: Menschen, die sich den anderen Lebewesen dieser Erde nicht übergeordnet fühlen.

5. An Clowns: Ihre ansteckende Fröhlichkeit.

6. Am Sägemehl: Dass sich vorher etwas bewegt hat, denn nur, wo gehobelt wird, fallen Späne.

7. Am Winter: Auf unberührten Flächen

neue Wege zu gehen.

8. An der Magie: Die verblüfften und faszinierten

Gesichter meines Publikums.

9. An der Zirkusfamilie: Immer neue Menschen, die ein multikulturelles Miteinander ermöglichen.

WAS ICH NICHT MAG

1. Beim Aufwachen: Die oft unmenschliche Uhrzeit.

2. An meinem Namen: Sarrassanie! Trotz 90 Prozent Markenbekanntheit, ist die Schreibweise des Namens für viele noch ein Mysterium.

3. An der EU: Dass es vielen Menschen schwer fällt, sich auf einen Nenner zu einigen – siehe europäische

Verfassung.

4. An Tierschützern: Hysteriker.

5. An Clowns: Dass viele Menschen zu reizüberflutet sind, um die kleinen Späße der Clowns zu schätzen.

6. Am Sägemehl: Da wir kaum noch Tiere haben, gibt es bei uns kein Sägemehl mehr.

7. Am Winter: Die Kälte! Besonders beim Auf- und Abbau der Zeltlandschaften.

8. An der Magie: Wenn es bei der Showeinlage mit der „schwebenden Jungfrau“ zu Turbulenzen kommt.

9. An der Zirkusfamilie: Dass man kaum etwas machen kann, ohne dass jeder seinen Senf dazugibt.

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