Zeitung Heute : Angelika Klüssendorf, Schriftstellerin

WAS ICH MAG

1. Beim Aufwachen: Weiterschlafen zu dürfen.

2. Zu Hause: Meinen Sohn und seine Freunde

im Sommer auf dem Balkon.

3. Beim Schreiben: Abtauchen in die

einzig verlässliche Zone.

4. An meinen Geschichten: Wenn die Figuren ein

Eigenleben bekommen und mir

nicht mehr davonrennen.

5. An der DDR: Meinen Lieblingskuchen,

die Eierschecke.

6. An Deutschland: Die mecklenburgische Landschaft.

7. An Berlin: Meine Freunde. Und die Anonymität.

8. An Amateuren: Dass sie keinen festen

Boden unter den Füßen haben.

9. Ansonsten: Angeln.

10. Ein Satz, den ich gerne öfter hören würde:

Von meinem Sohn: „Ach, Mama!“

WAS ICH NICHT MAG

1. Beim Aufwachen: Albträume.

2. Zu Hause: Einbrecher, Wasserrohrbruch,

angebrannte Töpfe.

3. Beim Schreiben: Das Schneckentempo der Worte.

4. An meinen Geschichten: Dass ich nicht

alle Klischees erkenne.

5. An der DDR: Sich wichtig nehmende,

schlecht gelaunte Kellner.

6. An Deutschland: Dass die Eigensinnigkeit fehlt.

7. An Berlin: Die gefühlten hunderttägigen Monate

Januar und Februar.

8. An Amateuren: Dass sie keinen festen

Boden unter den Füßen haben.

9. Ansonsten: Pisswetter!

10. Ein Satz, den ich nie wieder hören möchte:

„Hab dich nicht so!“

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