Zeitung Heute : ANIMATIONSFILM

Rango

Seit Monaten ist in dem heruntergekommenen Wüstenstädtchen „Dreck“ die Wasserleitung trocken. Immer mehr Bewohner verlassen den Ort, die Immobilienpreise fallen und die Wasserbank meldet bankrott an. Da kommt ein Großmaul wie Rango gerade recht. Im Nu hat das Chamäleon den Sheriffstern auf der Brust und soll die Stadt vor dem Untergang retten. Mit sichtbarem Spaß am Genre entwirft Gore Verbinski sein detailverliebtes Western-Setting. Neben zahllosen filmhistorischen Zitaten spielt „Rango“ in der Parabel von der bankrotten Wüstenstadt natürlich auch mit Verweisen auf den Zustand der Wirtschaftskrisengesellschaft. Einfach brillant sind die Animationen, die mit visueller Poesie jedes Sandkorn, das durch die Ritzen rieselt, und jeden Wassertropfen, in dem sich das Licht des heißen Tages bündelt, in ein kleines Pixelkunstwerk verwandeln. Klasse. Martin Schwickert

USA 2011, 107 Min.,

R: Gore Verbinski

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