Zeitung Heute : ANIMATIONSFILM

Der Gestiefelte Kater.

Nachdem die vier „Shrek“-Teile weltweit drei Milliarden Dollar eingespielt haben, bekommt der zweitbeliebteste Sidekick der Saga seinen eigenen Film. Leider sind die Abenteuer des Stiefel tragenden und Florett schwingenden Katers zu patchworkartig, um wirklich zu begeistern. Die Story um gestohlene Zauberbohnen und ein entführtes Riesenküken, das goldene Eier legt, entwickelt trotz ihres aus diversen Märchenvorlagen zusammengeklaubten Motivreichtums nie den subversiven Sog, der aus dem ersten „Shrek“ ein Meisterwerk machte. Zudem hinterlassen die Nebenfiguren, der intrigante Eierkopf Humpty Dumpty und die arg vermenschlichte Katzendame Kitty Samtpfote, kaum bleibenden Eindruck. Rasantes Tempo, gestochen scharfe Animationen und ein paar originelle Einfälle – etwa die wie Godzilla über eine Kleinstadt herfallende Riesengans – reißen es nicht raus. Konfektionsware.Jörg Wunder

USA 2011, 91 Min., R: Chris Miller

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