Zeitung Heute : ANIMATIONSFILM

Ronal der Barbar.

Oliver Naatz

Die Skandinavier haben ein Faible für Metal, obwohl bei ihnen alles aus Holz ist. Hölzern kommt auch die Ankündigung daher, dass es sich bei diesem 3-D-CGI-Spektakel um einen Barbarenreißer im Stil der achtziger Jahre handelt. Das ist Blech. Das einzige Achtzigerhafte besteht aus dem Heavymetalsong im Abspann. Die Figuren sind eher Siebziger (der EsoterikElfenhippie). Das unaufdringliche 3-D ist dagegen voll 2011. Aufdringlich dagegen sind die Gewalt und Gags unter der Gürtellinie. Die geben der 08/15-Story um einen Jüngling, der ein magisches Schwert finden muss, um seinen Stamm zu retten, erst Profil. Blut, Horrormonster, Kraftausdrücke – alles, was man sich von Shrek und Co. wünschte. Fazit: Skandinavische Filme brauchen Gewalt wie das Holzregal den Inbusschlüssel. Wuchtig. Oliver Naatz

DK 2011, 89 Min., R: Kresten Vestbjerg Andersen, Thorbjorn Christoffersen, Philip Einstein Lipski

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