Zeitung Heute : ANIMATIONSFILM

Die Piraten: Ein Haufen merkwürdiger Typen.

Gerald Jung

Das Aardman-Studio hat sich endlich mal wieder auf sein Alleinstellungsmerkmal im Markt der Animationsfilme besonnen: Knetmännchen, die in vielen Einzeleinstellungen zum Leben erweckt werden. Das Warten hat sich gelohnt, auch wenn „Piraten“ eine Spur glatter, weniger handgeknetet aussiehtals die schon klassischen „Wallace & Gromit“-Filme. Die Geschichte platzt vor skurrilen Einfällen aus allen Nähten: Bei dem Versuch, endlich „Pirat des Jahres“ zu werden, gerät der erfolglose Piratenkapitän mit seiner treuen Crew zuerst an einen Evolutionsforscher namens Charles Darwin. Später in London bekommt er es mit Königin Victoria zu tun, die nichts mehr verabscheut als Piraten. Die liebevoll ersonnenen Charaktere, sehenswerten Animationen, der schräge Humor, die Verfolgungsjagden und detaillierten Hintergründe – alles ist da. Nur wirkt es einen Hauch zu geschliffen. Aber dafür in 3-D. Vergnüglich. Gerald Jung

USA/GB 2012, 88 Min., R: Peter Lord, Jeff Newitt

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