Zeitung Heute : Anschlag auf Jüdischen Friedhof

Der Tagesspiegel

Der Friedhof der Jüdischen Gemeinde in Charlottenburg ist am Samstagabend Ziel eines Sprengstoffanschlags geworden. Im Eingangsbereich ereignete sich eine Explosion. Das Gelände wurde weiträumig abgesperrt. Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts auf einen extremistischen Hintergrund der Tat. Über mutmaßliche Täter machte die Polizei am Abend jedoch noch keinerlei Angaben.

Anwohner am Scholzplatz, in dessen direkter Nähe parallel zur Heerstraße sich der Jüdische Friedhof befindet, hatten eine Explosion gemeldet. Der Lagedienst der Feuerwehr teilte mit, dass „mehrere Scheiben kaputtgegangen sind“. Ein Folgebrand sei jedoch nicht entstanden. Menschenleben seien nicht in Gefahr gewesen.

Bereits am frühen Samstag morgen hatten unbekannte Täter das Grabmal zum Gedenken an im Zweiten Weltkrieg gefallene sowjetische Soldaten auf dem Städtischen Friedhof Marzahn geschändet. Wann sich dieser Zwischenfall genau ereignet hat, blieb zunächst unklar. Das sowjetische Ehrenmal wurde unter anderem mit Hakenkreuzen und weiteren verbotenen NS-Zeichen beschmiert. Zahlreiche Grabsteine in dem Areal waren umgestoßen worden und teilweise zerbrochen. Besucher des Friedhofs hatten die Beschädigungen am Vormittag entdeckt und die Polizei alarmiert. Der Staatsschutz übernahm auch in diesem Fall die Ermittlungen. Tsp

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