Zeitung Heute : Anwaltverein warnt vor rechtlichen Problemen und Verlusten

Vor rechtlichen Problemen und möglichen Verlusten bei Auktionen im Internet hat der Deutsche Anwaltverein (DAV) gewarnt. Wer auf elektronischem Wege etwas unter den Hammer bringe, müsse sich darüber im Klaren sein, dass er damit noch lange kein Geld habe, hieß es vom DAV am Dienstag in Bonn. Auf der anderen Seite habe derjenige, der etwas ersteigern konnte, keinerlei Rechtssicherheit, die Gegenstände auch wirklich zu bekommen.

Wer etwas zum Verkauf anbieten wolle, werde vom Auktionshaus schon bei elektronischer Anmeldung sofort zugelassen. Er sei also genauso wenig identifizierbar wie der Bieter. Wer den Bieter also den ersteigerten Gegenstand schicke, ohne sich wegen der Zahlung abzusichern, hänge rechtlich genauso in der Luft wie der Bieter, der Geld an eine Adresse schicke, bei der er nicht wisse, wer dahinter stehe.

Fast alle Rechtsprobleme einer Auktion im Internet bestünden darin, dass die Beteiligten - Auktionshaus, Einlieferer, Bieter - nicht zur selben Zeit im selben Raum anwesend seien, wie dies bei herkömmlichen Auktionen der Fall ist, erläuterte der DAV. Bei einigen Anbietern finde man keinerlei Hinweis auf Versteigerungsbedingungen, wobei noch fraglich sei, ob es überhaupt welche gebe, betonte Benno Heussen vom DAV. Bei anderen fänden sich Regeln, bei denen klargestellt werde, dass es sich gar nicht um eine Auktion, sondern um "ein Verkauf per Höchstgebot" handelt.

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