Zeitung Heute : AOL fordert von der Telekom Ortstarifpauschale von 30 Mark

Der Onlinedienst AOL hat von der Deutschen Telekom AG einen monatlichen Pauschaltarif für einen zeitlich unbegrenzten Online- und Internet-Zugang verlangt."Dieser sollte etwa 30 Mark betragen, so wie in den USA schon lange üblich", sagte der Chef von AOL Europe, Andreas Schmidt, am Mittwoch in Hamburg.Schmidt betonte, der Zugang zum Internet müsse ohne ständig laufenden Gebührenzähler möglich sein."Während die Deutsche Telekom weiter jede Minute Internet-Nutzung wie bei einer Peep-Show abrechnen will, um sich an den Telefongebühren zu bereichern, fordern wir für alle eine einheitliche pauschale Grundgebühr für Ortgespräche, für Einwahlen zu Onlinediensten und Telefongespräche."

Vor dem Hamburger Landgericht wird am kommenden Freitag über den AOL-Antrag auf eine Einstweilige Verfügung beraten, mit dem AOL den Telekom-Dienst T-Online zwingen will, den Bündelpreis von sechs Pfennig pro Minute in die jeweiligen Kosten für Telefonverbindung und Online-Dienst aufzuspalten."Der von T-Online angekündigte gebündelte Preis schafft bei den Kunden Verwirrung.Was sind die Telefonkosten, was kostet Online? Hier fordern wir mehr Transparenz", betonte Schmidt.Gegen die T-Online-Tarife hatte AOL auch bei der Europäischen Kommission in Brüssel Beschwerde eingelegt und der Telekom eine unerlaubte Quersubventionierung vorgeworfen.

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