Zeitung Heute : Apocalypse Now

New Orleans ist untergegangen. Und jeder hätte wissen können, was kommt. Denn schon 2002 sagten zwei Reporter die Katastrophe bis ins Detail voraus. Ihr Text, heute gelesen, erschüttert. Eine Dokumentation.

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Von Mark Schleifstein und John McQuaid Der Saum aus zersplitterten Planken, Müll und Seetang, hingestreut über die gesamte Deichböschung am Seeufer von New Orleans, er markierte im späten September 1998 mehr als nur das Kielwasser von Hurrikan George. Die Linie beschrieb den schmalen Grat, der die Stadt von der Zerstörung trennte.

George, ein Hurrikan der Kategorie zwei, streifte New Orleans lediglich, aber die Trümmer zeigten, dass der Sturm die Wellenberge bis auf 30 Zentimeter an die Deichkrone herangetrieben hatte. Ein stärkerer Sturm auf einem nur wenig anderen Kurs – etwa auf dem Weg, den George noch 16 Stunden vor seinem Landfall eingeschlagen hatte – das schlimmst denkbare Szenario wäre Wirklichkeit geworden: Hunderte Millionen Kubikmeter Seewasser ergießen sich über die Dämme in ein Gebiet anderthalb Meter unter dem Meeresspiegel und ohne jeden natürlichen Abfluss.

Das würde die Stadt und das Ostufer von Jefferson Parish (der Landkreis westlich von New Orleans) in einen See verwandeln, zehn Meter tief, stinkend nach Chemikalien und dem Dreck aus zerstörten Kläranlagen, Geschäften und Wohnhäusern. Solch eine Flut würde Hunderttausende in Wohnungen und Fahrzeugen einsperren. Gleichzeitig würden Sturmböen und Tornados an allem zerren, was noch aufrecht steht.

„Die Energie, die ein katastrophaler Hurrikan freisetzt, entspricht etwa der von zehn oder 15 Atombomben“, erklärt Joseph Suhayda. Der Ingenieur der Universität von Louisiana erforscht Maßnahmen zur Eindämmung von Sturmschäden im Gebiet von New Orleans. „New York verlor zwei große Gebäude. Wenn wir das betroffene Gebiet und den Verlust an Menschenleben mit 10, 20 oder 30 multiplizieren, dann wissen wir, was passieren könnte.“

Das Küstengebiet von Bangladesch, wo zwei fürchterliche Taifune 1970 und 1991 jeweils 100000 und 300000 Einwohner töteten, liegt genau wie das Gebiet von New Orleans in einer tiefen Küstenebene. Anders als Bangladesch hat New Orleans Hurrikandämme, die eine Schüssel geschaffen haben, deren Boden tiefer liegt als der Grund des Pontchartrain-Sees. Obwohl sie gegen schwächere Stürme Schutz bieten, würden die Dämme auch alles Wasser in dieser Schüssel zurückhalten, ob es nun im Falle eines Sturms durchbricht, drüberschwappt oder als sintflutartiger Wolkenbruch von oben kommt.

„Die volle Schüssel“: Das ist das potenziell schlimmste Szenario für eine Naturkatastrophe in den Vereinigten Staaten, fürchten Experten. Das Rote Kreuz rechnet mit Opferzahlen, die noch die geschätzten 14000 Toten bei einem großen Erdbeben bei New Madrid im US-Bundesstaat Missouri oder die 4500 Opfer bei einem ähnlich katastrophalen Beben in San Francisco in den Schatten stellen würden – die zweit- und drittschlimmsten Desaster auf dieser Liste.

Die prophezeiten Verheerungen lassen beinahe jede andere Naturkatastrophe verblassen, die Fachleute sich überhaupt vorstellen können. Und die Risiken sind beträchtlich, vor allem über einen längeren Zeitraum betrachtet. In einem beliebigen Jahr beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass der Damm von der Seeseite her überspült wird, weniger als eins zu 300. Bezogen auf eine 30-jährige Laufzeit steigt die Wahrscheinlichkeit rein statistisch schon auf neun Prozent.

Beamte des amerikanischen Bundesamtes für Katastrophenschutz, FEMA, haben zusammen mit den Behörden in Louisiana und New Orleans damit begonnen, Pläne für jenen Fall zu entwerfen, dass ein Hurrikan der Kategorie fünf New Orleans trifft. Ein vorläufiger Bericht soll in den nächsten Monaten fertig gestellt sein. Louisianas Katastrophenschützer sagen, sie hätten sich schon seit Jahren in der Bundesbehörde dafür eingesetzt, zu prüfen, wie man der Verwundbarkeit von New Orleans begegnen könne. Im letzten Jahr hätte man sie schließlich angehört.

Mit Hilfe von Computermodellen haben Experten ein detailliertes Bild erarbeitet, wie ein Sturm den Pontchartrain-See über die Dämme in die Stadt treiben könnte. „Der schlimmste Fall ist ein Hurrikan, der sich exakt von Süden der Stadt nähert“, sagt Suhayda, der die Computersimulation einer Flut infolge eines solchen Sturms erstellt hat. Auf diesem Kurs würden Winde an der Außenseite des Sturmwirbels Wasser in den Pontchartrain-See drücken, zwei Tage bevor der eigentliche Sturm das Land erreicht. „Wasser wird regelrecht in den See gepumpt“, sagt Suhayda. „Der See ist jetzt fünf bis acht Fuß höher als normal, und wir sprechen von einem See, der nur 15 oder 20 Fuß tief ist, also muss man noch einmal ein Drittel bis die Hälfte zur normalen Wassermenge addieren.“

Während das Auge des Hurrikans nordwärts zieht, dicht an New Orleans heran, dreht sich der Wind über dem See. „Wenn das Auge auf die Küste von Mississippi trifft, blasen die Winde nun südwärts über den See, vielleicht mit 80, 130 oder 160 Kilometern pro Stunde, und das ganze Wasser beginnt sich nach Süden zu bewegen“, sagt er. „Es kommt wie eine große Armee, die gegen die Dämme vorrückt. Und dann wirft der Wind über den Wassermassen Wellen auf, bis zu drei Meter hoch. Und das alles schlägt gegen die Dämme.“

Bald werden die Wogen über die Dämme brechen. „Auf einmal werden Sie fließendes Wasser bemerken. Es wird wie ein Wehr aussehen, Wasser, das sich über die Deichkrone ergießt“, sagt Suhayda. Das Wasser wird die Uferfront überfluten, zuerst tiefer liegende Gebiete füllen und dann seinen Weg nach Süden in Richtung Fluss fortsetzen. Es wird kein Halten geben und kein Bremsen, das Pumpsystem wird binnen Stunden überlastet sein und untergehen.

„Ein anderes Szenario geht davon aus, dass ein Teil des Dammes bricht“, sagt Suhayda. „Damit ist nicht unbedingt zu rechnen, aber Erosion kommt nun einmal vor, und wenn ein Damm bricht, dann wird die Lücke größer und größer. Das Wasser wird durch die Stadt strömen und nur anhalten, wenn es irgendetwas Höheres erreicht. Das größte ununterbrochene Hindernis ist der Süddamm entlang des Flusses. Der ist knapp acht Meter hoch, also werden Sie sehen, wie das Wasser sich bis zur Höhe des Flussdammes aufstaut.“

Während die Flut kommt und Wohnviertel untergehen, wird der Sturm schließlich eine Geschwindigkeit von 250 Kilometern in der Stunde erreichen, Meteorologen sagen, in Böen von mehr als 300 Kilometern. Das reicht, um Autos umzuwerfen, Bäume zu entwurzeln und Menschen herumzuschleudern, als wären sie Puppen.

Der Wind wird Fenster wegblasen und Häuser sprengen, auch solche, die nach dem 170-Stundenkilometer-Standard gebaut sind. Menschen, die vor der Flut in höheren Gebäuden Schutz suchen, werden nicht viel sicherer sein. Neuere Forschungen belegen, dass die Windgeschwindigkeit eines Hurrikans in der Höhe zunimmt. Wenn der Wind am Boden 250 Kilometer in der Stunde erreicht, dann sind es 30 Meter höher 80 Stundenkilometer mehr.

Gebäude werden auch einschlagenden Trümmern standhalten müssen, die die Flut mit sich gerissen hat. Größere Stücke werden wie Rammböcke wirken. 90 Prozent aller Strukturen in der Stadt werden wahrscheinlich durch die Kombination aus Wind und Wasser, die einen Hurrikan der Kategorie fünf begleiten, zerstört, sagt Robert Eichorn, der ehemalige Direktor des Amtes für Katastrophenschutz von New Orleans. Die Hurrikan-Abteilung des Amtes untersuchte eine Reihe großer öffentlicher Gebäude in Jefferson Parish, in der Hoffnung, jene identifizieren zu können, die solch einem katastrophalen Sturm widerstehen würden. Sie fand keine.

Inmitten dieses Strudels werden geschätzte 200000 Einwohner, die nach der Evakuierung zurückgeblieben sind, um ihr Überleben kämpfen. Einige werden im Superdome einquartiert sein, dem Schutzraum, der für jene vorgesehen ist, die zu krank oder schwach sind, um die Stadt zu verlassen. Andere werden in den in letzter Minute notdürftig eingerichteten Unterständen landen, die nur minimale Sicherheit bieten. Aber viele werden ganz einfach auf sich selbst gestellt sein.

Eingeschlossen von der steigenden Flut werden Tausende in ihren Häusern oder ihren Autos ertrinken. Andere werden weggespült oder von Trümmern erschlagen. Überlebende werden auf Dächern gefangen sein, in Häusern oder auf höher gelegenen Flecken Erde, ohne Hoffnung auf Entkommen, mit gerade so viel Nahrung und Trinkwasser, dass es vielleicht für ein paar Tage reicht.

„Stellen Sie sich die kollabierenden Türme des World Trade Center vor, so wird es sein, Sie müssen sich nur noch das Wasser dazudenken“, sagt Eichorn. „Da werden Trümmer herumfliegen, und Sie werden im Wasser sein, zusammen mit Schlangen, Bibern, anderen Nagetieren, Alligatoren und Fischen aus dem See. Es wird nicht sehr schön sein.“

Mobilisiert vom Katastrophenschutz werden sich Rettungsmannschaften aus der ganzen Nation der Stadt nähern. Freiwilligenteams mit Ärzten, Krankenschwestern und Sanitätern werden schon, bevor der Sturm die Gegend erreicht, in Monroe oder Shreveport ihre Posten beziehen, sagt Henry Delgado, regionaler Koordinator, der amerikanischen Gesundheitsbehörde. Aber in die Stadt zu kommen, wird für die Retter ein Problem sein.

„Ob die Autobahnbrücke Richtung Flughafen stehen bleibt, wissen wir nicht“, sagt Jay Combe, Ingenieur beim Küstenschutz. „Die Autobahnbrücke der I 10 ist darauf ausgelegt, einem Sturm der Kategorie drei zu widerstehen, aber es kann sein, dass Wasser unter die Stützen gelangt, und wir wissen nicht, was dann passiert.“ Andere Brücken über Kanäle und Wasserstraßen könnten ebenfalls weggerissen oder unpassierbar sein, sagt er. Wo Autos nutzlos sind, könnten kleine Boote oder Helikopter eingesetzt werden, um die Überlebenden zu zentralen Sammelstellen zu transportieren, von wo aus man sie dann aus der Stadt bringen könnte.

Gestrandete Überlebende werden eine gefährliche Zeit auszustehen haben, auch wenn der Sturm vorüber ist. Katastrophenschützer fürchten, dass elektrische Leitungen eine Bedrohung darstellen, und die Fluten könnten mit Abwässern und giftigen Chemikalien kontaminiert sein. Benzin, Diesel und Öl aus leckgeschlagenen Speichern und Tankstellen könnten ebenfalls ein Problem werden.

Kontaminierte Nahrung oder Wasser, das zum Waschen, Trinken oder Kochen benutzt wird, könnte Krankheiten verursachen, inklusive Salmonellen-Infektion, Botulismus, Typhus und Hepatitis. Ausbrüche des von Moskitos verursachten Dengue-Fiebers und der Enzephalitis sind wahrscheinlich, sagt Dr. James Diaz, Direktor der Abteilung für öffentliche Gesundheit und Präventivmedizin an der Louisiana Universität in New Orleans. „Geschichte wiederholt sich“, sagt Diaz. „Mein Büro hat einen Friedhof in St. Louis untersucht, wo es sehr viele Gräber von Gelbfieber-Opfern gibt. Stehendes Wasser ist in den Subtropen ein guter Nährboden für Moskitos.“

Nach dem Hurrikan würden wahrscheinlich vier Tage vergehen, bevor die Helfer damit beginnen könnten, das Wasser aus der Stadt zu entfernen, sagt Jay Combe, der Ingenieur vom Küstenschutz. Die versunkenen Entwässerungsanlagen in New Orleans und Jefferson werden unbrauchbar sein. Pumpen könnten von außen hereingebracht werden, aber deren Kapazität ist begrenzt. „Bei Baufirmen kann man Entwässerungspumpen mit einer Kapazität von 22 bis 30 Kubikmeter in der Minute mieten, aber das reicht nicht aus“, sagt Combe. „Nach Hurrikan Betsy wurden sechs Schwimmbagger mit einer Gesamtleistung von fast 1000 Kubikmetern eingesetzt. Es würde 44 Stunden dauern, um auf diese Weise den Pegel in der Innenstadt um anderthalb Zentimeter zu senken.“

Der einfachste Weg wäre wahrscheinlich, ein Loch in den Deich zu sprengen oder eine bestehende Bresche zu erweitern. Durch eine 800-Meter-Lücke würde das Wasser in einem Tag abfließen. Allerdings müssen die Behörden bei solch einer Sprengung die Risiken sorgfältig abwägen: die Dringlichkeit einer raschen Trockenlegung gegen die Gefahr, einem möglicherweise folgenden Hurrikan schutzlos ausgeliefert zu sein. Aber der Pegel würde nur bis auf den Wasserstand des Sees fallen, das Wasser in tiefer liegenden Gebieten würde zurückbleiben und müsste abgepumpt werden.

Harold Gorman, Direktor der Wasserwerke, sagt, dass seine Behörde nach den Erfahrungen mit Hurrikan Betsy im Jahr 1965 davon ausgeht, die meisten Pumpen binnen eines Monats wieder in Gang setzen zu können. Aber es kann auch länger dauern, die erforderlichen Ersatzteile für die verschiedensten Entwässerungsanlagen und elektrischen Betriebssysteme zu besorgen. „Sie haben eine Menge Äpfel und Apfelsinen da draußen“, sagt Combe. „Manchmal dauert es sechs Monate, nur um Teile zu kriegen. Manchmal sind nicht einmal Standard-Ersatzteile erhältlich.“

Das Wasser aus der Stadt zu bekommen, ist nur der erste Schritt, diese wieder bewohnbar zu machen. „Gehen Sie davon aus, dass New Orleans für sechs Monate geschlossen werden müsste“, sagt Walter Maestri, Leiter des Katastrophenschutzes von Jefferson Parish. „Wir haben dann alle Sanitärsysteme zu überprüfen, die komplette Wasser- und Abwasserversorgung. Zwei Drittel aller Gebäude müssen daraufhin untersucht werden, ob Wasserdruck und Wind strukturelle Schäden angerichtet haben. Die Wiederherstellung der Stromversorgung ist ein weiteres schwieriges Problem. Werden Häuser in Brand geraten, wenn jemand die Sicherung wieder reindreht? All diese Dinge müssen beachtet werden.“

Weil nur wenige Häuser unbeschädigt geblieben sind, werden das Rote Kreuz und die nationale Katastrophenschutzbehörde FEMA Grundstücke finden müssen, auf denen für einen längeren Zeitraum Notunterkünfte für möglicherweise eine Million Menschen errichtet werden können. Nach Hurrikan Andrew waren einige der 250000 evakuierten Einwohner von Dade County in Süd-Miami gezwungen, in den aus Bundesmitteln finanzierten mobilen Unterkünften zweieinhalb Jahre zu verweilen.

„Sie werden Fertighäuser nach Baton Rouge, Folsom und so weiter transportieren und aufbauen müssen“, sagt Maestri. Auch Militärstützpunkte wie Camp Shelby in Mississippi werden wahrscheinlich zu städtischen Flüchtlingszentren, wo die Leute Unterkunft finden, während Behördenvertreter die Lage analysieren, um zu entscheiden, ,Ja, Sie können zurück’ oder ,Nein, Sie können nicht zurück.’“

New Orleans würde sich mit einer Zukunft konfrontiert sehen, in der der größte Teil des Häuserbestands und der gewachsenen Zusammenhänge zerstört oder schwer beschädigt ist. Zehntausende würden tot sein, viele Überlebende obdachlos und traumatisiert. Der Wiederaufbau wäre eine enorme Herausforderung, selbst mit großzügiger Unterstützung des Bundes.

„Sie würden keine Infrastruktur haben, so viel ist sicher“, sagt Hucky Purpera, Leiter der Abteilung für technische und natürliche Risiken im Amt für Katastrophenschutz des Staates Louisiana. „Es kann schon sein, dass die Einwohner zurückgehen. Aber würde das Geschäftsleben wieder aufgebaut? Die werden ihre Entscheidungen danach fällen, was am besten für die Firma ist.“

Aber sowohl Wirtschaftsfachleute als auch Katastrophen-Forscher halten es für unwahrscheinlich, dass die Stadt aufgegeben wird. Die meisten Städte erholen sich letzten Endes selbst von großen Katastrophen – obwohl es für die großflächige Zerstörung durch die „gefüllte Schüssel“ keinen Präzedenzfall gibt.

Kein einzelner Sturm würde die gesamte Region von New Orleans auslöschen. Falls das Ostufer überflutet wird, würden das Westufer und St. Tammany Parish durch den Orkan zwar schwere Schäden hinnehmen müssen, die Sturmflut bliebe ihnen aber erspart. Die Lage der Stadt am Mississippi und dicht am Golf von Mexiko wäre weiter strategisch günstig für den Handel. Flussaufwärts blieben die Industrieanlagen weitgehend intakt.

„Alles ist wiederherzustellen. Der Grund und Boden gehört irgendjemandem. Diese Leute werden nicht weggehen. Und wenn doch, dann wird da eine Bank sein. Die wird die Hypothek aufkündigen und das Grundstück sofort wieder verkaufen“, sagt Mary Comerio, Professorin für Architektur an der Universität von Kalifornien in Berkeley und Autorin eines Buches über den Wiederaufbau nach Katastrophen. „Es wird Schnäppchenpreise geben, und es wird schließlich ein anderer Ort sein als vorher, bewohnt von anderen Leuten.“

Nachdem ein Hurrikan der Kategorie vier im Jahre 1900 Galveston in Texas zerstörte, wurde die komplette Insel um über zwei Meter angehoben, bevor der Wiederaufbau begann. Um zu verhindern, dass sich solch eine Katastrophe wiederholt, würden die Behörden wahrscheinlich überlegen, wie man die Stadt hurrikanfest kriegt – oder darüber nachdenken, ob man sie verlegt.

Dies ist eine gekürzte Folge einer fünfteiligen Serie, die im Juni 2002 in der in New Orleans erscheinenden „Times-Picayune“ veröffentlicht wurde. Die Autoren wurden dafür mehrfach ausgezeichnet.

Aus dem Amerikanischen von Andreas Austilat; Illustration: Oliver Grajewski

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