Zeitung Heute : Arbeiten mit anderen Umständen

Fotos von Schwangeren und Babys

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Manchmal hat ihr Job was von einer Hebamme. Dabei ist die 41jährige Regina Geisler Fotografin und versucht schwangere Frauen so schön wie möglich in Szene zu setzen. Bis zu einer Stunde dauert eine Fotosession. Dabei ist Geisler wichtig, dass sich die angehenden Mütter wohl und authentisch fühlen. Fotografin und Kundin sprechen viel über Persönliches, während sich die Frauen entkleiden und vor der Kamera posieren. „Das ist wichtig, denn ich möchte, dass sich die Frauen nicht gescheucht fühlen und den Akt des Fotografierens in guter Erinnerung behalten“, sagt die Mutter eines sechsjährigen Kindes. Auch Babys werden von Geisler abgelichtet. Wer mit dem Foto nicht zufrieden ist, bekommt sein Geld zurück. „Aber das ist glücklicherweise noch nie passiert“, sagt Geisler. Eigentlich ist Regina Geisler promovierte Physikerin. Vor zehn Jahren riss sie beruflich das Steuer herum und assistierte bei einem Fotografen, „weil mir die Arbeit mit Menschen mehr Spaß macht als zu rechnen“. Danach arbeitete sie als Fotokünstlerin. Die Idee, sich auf Schwangere und Babys zu spezialisieren, entstand, als einige ihrer Freundinnen schwanger wurden und diese Zeit im Bild festhalten lassen wollten. Die Fotos fanden so großen Anklang, dass sich Geisler entschied, diese Art von Fotografie professionell zu betreiben. Seit einigen Jahren hat sie ein Atelier, erst in Schöneberg, jetzt in Mitte. Kunden gewinnt sie über Mund-zu- Mund- Propaganda, aber sie wirbt auch in Magazinen rund um die Elternschaft. Außer Schwangeren und Babys fotografiert Geisler auch Musiker und Schauspieler. kaw

www.regina-geisler.de

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