Zeitung Heute : Arbeitgeber für besseren Mathematik-Unterricht

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände hat die Kultusminister aufgefordert, gegen die offenkundigen Defizite in Mathematik und Naturwissenschaften anzugehen. Die bisherigen Anstrengungen in einzelnen Bundesländern reichten nicht aus, um die deutschen Schüler fit für die Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts zu machen. Die besseren Leistungen in Mathematik und Naturwissenschaften in der Schweiz und in den Niederlanden, die durch die international vergleichende Studie TIMS belegt worden sind, hingen ganz erheblich vom hohen Stellenwert ab, den schulische Leistung in diesen Ländern habe.

Um Ähnliches in Deutschland zu ereichen, sei ein Bewusstseinswandel notwendig. Es müsse endlich Abschied von gleichmacherischen Ideologien in der Bildungspolitik genommen werden, fordern die Arbeitgeber.

Schule und Lehrer brauchten mehr Autonomie. Lehrer in der Schweiz und in den Niederlanden seien selbstständiger und könnten in höherem Maße als in Deutschland eigenverantwortlich den Unterricht gestalten. Das wirke sich ganz entscheidend auf das Engagement und die Motivation der Lehrer aus. Es fehle im deutschen Schulunterricht an dem gerade für Mathematik und Naturwissenschaften so wichtigen aufbauenden Lernen, an einer Konzentration auf zentrale Inhalte, am echten Verstehen von Zusammenhängen.

Von daher müsse der Vergleich der Schulleistungen mit den europäischen Ländern auch in den deutschen Schulen selbstverständlich werden. Die Wirtschaft jedenfalls sei ohne eine fundierte Breitenbildung und ohne Spitzenleistungen gerade in den Fächern Mathematik und Naturwissenschaften nicht lebensfähig.

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