Zeitung Heute : Arbeitnehmerfreundliches Millenium: die Feiertage fallen günstig

tdt

Das Jahr 2000 ist arbeitnehmerfreundlich: Wer seinen Urlaub geschickt plant, nimmt 14 Tage frei - und verreist 37. Es müssen lediglich die sogenannten "Brückentage" geschickt gelegt werden. Weil Ostern beispielsweise 2000 vergleichsweise spät liegt, braucht man sich nur vier Tage frei zu nehmen, um sich elf - vom 21. April bis 1. Mai - am Stück zu erholen.

Auch eine Reise zwischen Christi Himmelfahrt (1. Juni) und Pfingstmontag (12. Juni) kostet lediglich sechs Arbeitstage. Für einen Kurzurlaub eignet sich dann die Zeit um den Tag der Deutschen Einheit: Ein geopferter Arbeitstag reicht, um - vom 30. September bis zum 3. Oktober - vier Tage zu verreisen. Um die "Brückentage" maximal auszunutzen, braucht man dann nur noch über Weihnachten 2000 Urlaub einreichen: Wer vom 27. bis zum 29. Dezember frei nimmt, arbeitet zehn Tage hintereinander nicht.

Je nach Bundesland lassen sich auch die dort zusätzlich existierenden Feiertage geschickt in die Ferienplanung einbeziehen. Wer etwa in Bayern wohnt, kann mit sieben richtig zugeordneten Arbeitstagen (7. Januar, 23. Juni, 14. August, 30. Oktober, 31. Oktober, 2. November, 3. November) weitere 21 Tage Urlaub machen.

Auch in drei anderen Bundesländern können Arbeitnehmer mit sechs ausgesuchten Arbeitstagen zu zusätzlich 17 freien Tagen kommen: Baden-Württemberg (7. Januar, 23. Juni, 30. Oktober, 31. Oktober, 2. November, 3. November), Saarland (23. Juni, 14. August, 30. Oktober, 31. Oktober, 2. November, 3. November) und Sachsen (23. Juni, 30. Oktober, 20. November, 21. November, 23. November, 24. November).

In allen anderen Bundesländern sind die Konstellationen nicht so günstig. Und in Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein kann man sogar überhaupt keine weiteren "Urlaubsbrücken" bauen.

Oder anders herum gesagt: Dort lassen sich aus 14 Tagen 37 Urlaubstage herausschinden - in Bayern dagegen aus 21 Tagen 58.

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