Zeitung Heute : ARD steht vor einer Beteiligung an dem Projekt in Berlin - Entscheidung am 14. Dezember

Reinhart Bünger

Das Projekt eines deutschen Museums für die deutsche Rundfunkprogrammgeschichte steht nun doch vor einem positiven Abschluss - vorausgesetzt die Intendanten der ARD reagieren positiv auf ein Schreiben des Intendanten des Hessischen Rundfunks. Klaus Berg schrieb unter dem Datum des 7. Dezember im Nachgang eines Treffens im Gästehaus des Berliner Senats an die "lieben Kollegen", er halte "eine Beteiligung von ARD und ZDF in der Gesamthöhe von 1,5 Millionen DM für vertretbar. Im Hinblick auf die weit über 50 Hörfunkprogramme der ARD erscheint es mir auch akzeptabel, wenn sich das ZDF mit 600 000 DM und die ARD mit 900 000 DM beteiligen". Über den mit dem ARD-Vorsitzenden Peter Voß abgestimmten Vorschlag, der dieser Zeitung vorliegt, soll am 14. Dezember in einer ARD-Schaltkonferenz befunden werden.

In ihrem Treffen zur Finanzierung einer "Deutschen Mediathek", die im Berliner Sony-Center ihren Sitz nehmen soll, hatten die beteiligten Rundfunkanstalten und -unternehmen folgenden Finanzierungsschlüssel projektiert: ARD und ZDF sollen zusammen 1,5 Millionen DM einbringen. RTL, Sat 1 im Pro Sieben würden jährlich zusammen ebenfalls 1,5 Millionen DM übernehmen. Das Land Berlin will 1,6 Millionen DM und Vivendi 3,6 Millionen DM in das Projekt investieren. Die Landesmedienanstalten hatten einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 200 000 DM in Aussicht gestellt. Die gesamten Betriebskosten werden von Berlins Regierenden Bürgermeister, Eberhard Diepgen, auf 36,7 Millionen DM für einen Fünfjahreszeitraum veranschlagt.

Die Deutsche Mediathek soll nach den Planungen des Gründungsbüros unter Führung des Ex-Intendanten von Rias Berlin, Helmut Drück, und nach den Vorstellungen der Berliner Landesregierung "die zentrale Programmgalerie" des Hörfunks und Fernsehens" werden. Für eine dezentrale Organisation hatte sich neben der ARD im Kreis der Beteiligten allein das ZDF ausgesprochen. Der Mainzer Sender kann sich eine Nebenstelle im geplanten Mediapark vorstellen.

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