Zeitung Heute : Argentinien – Elfenbeinküste

Gruppe C, WM-Stadion Hamburg 21.00 Uhr, live in der ARD und bei Premiere

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Die Überraschungsmannschaft dieser WM steht schon fest. Die Elfenbeinküste ist zum ersten Mal in ihrer Geschichte dabei, aber viele Experten sagen, dass sie in der schwersten Vorrundengruppe weiterkommen und auch danach noch Furore machen kann.

Wer in den Kader der Afrikaner, die sich dank eines von Kamerun in der letzten Minute der Nachspielzeit verschossenen Elfmeters für die WM qualifiziert haben, schaut, sieht schnell, warum die angekündigte Überraschung keine wäre. Die Spieler der Elfenbeinküste besitzen die sportliche Klasse, die Hoffnungen der Bevölkerung in dem vom Bürgerkrieg zerrissenen Land auf eine erfolgreiche WM zu erfüllen.

Mit Ausnahme von Torwart Jean-Jacques Tizié spielen alle Ivorer in Europa, die meisten in Frankreich. Der große Star Didier Drogba schießt seine Tore für den FC Chelsea in England, viel Beachtung haben in dieser Saison aber auch die Leistungen von Kolo Touré und Emmanuel Eboué bekommen. Die beiden Abwehrspieler vom FC Arsenal ragten in der Champions League heraus. Und Verteidiger Guy Demel, der im heutigen Spielort beim Hamburger SV eine starke Saison gespielt hat, ist erst einmal nur Ersatz.

Fehlende internationale Erfahrung wird also weniger das Problem der WM-Debütanten sein. Und dagegen, dass den technisch starken Afrikanern dem Klischee entsprechend manchmal der letzte Kampfgeist abging, hat Trainer Henri Michel offensichtlich ein Mittel gefunden. Der Franzose ist schon zum vierten Mal als Trainer bei einer Weltmeisterschaft dabei, 1986 betreute er Frankreich, 1994 Kamerun und 1998 Marokko. „In dieser Mannschaft steckt großes Potenzial“, sagt Michel. „In unserer Gruppe gibt es keinen klaren Favoriten. Ich habe mir das argentinische Team nicht näher angesehen als die anderen.“

Schiedsrichter:

Frank de Bleeckere (Belgien)

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