Zeitung Heute : Assistenzsystem im Höhenflug

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Begonnen hat sie ihre Karriere 1995 in der S-Klasse von Mercedes-Benz - die Fahrdynamikregelung ESP (Electronic Stability Program). Einen nicht eingeplanten Schub erhielt dieses System, das Fahrzeuge, die auszubrechen drohen, durch gezieltes Bremsen einzelner Räder und Eingriffe ins Motormanagement wieder stabilisiert, durch die Einführung als Serienausstattung für die A-Klasse nach den Elchtest-Irritationen im Jahr 1997.

Damit setzte sich dieses elektronische Assistenzsystem zügig auch in der Mittelklasse und der Kompaktklasse durch. So überrascht es nicht, dass ESP-Pionier Bosch bereits in diesem Frühjahr die Produktionszahl von fünf Millionen ESP überschreiten konnte. Und die inzwischen weite Verbreitung von Fahrdynamikregelungen - die längst auch von anderen Herstellern gefertigt werden - in allen Fahrzeugklassen lässt erwarten, dass die nächsten fünf Millionen bei Bosch bereits im nächsten Jahr erreicht werden und voraussichtlich Mitte 2003 die Grenze von zehn Millionen ESP von Bosch überschritten wird.

Moderne ESP-Systeme, zu deren Teilfunktionen auch das ABS und die Antriebsschlupfregelung ASR gehören, beherrschen heute noch weitere Funktionen, wie zum Beispiel die Cormering Brake Control, die den Bremsdruck der inneren und äußeren Räder bei Kurvenfahrt optimiert und so die Spurtreue beim normalen Bremsen in der Kurve verbessert.

Eine weitere Funktion ist der Bremsassistent, der bei einem schnellen, aber zu zaghaften Tritt aufs Bremspedal erkennt, dass der Fahrzeuglenker eigentlich eine Gefahrenbremsung einleiten wollte und deshalb den Bremsdruck automatisch bis in den ABS-Regelbereich erhöht und so den Bremsweg um oft ganz entscheidende Zentimeter und Meter verkürzt.

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