Zeitung Heute : Asterix

Susanna Nieder

Asterix ist cool, da seid ihr doch einverstanden? Den fanden sogar wir Greise schon klasse, als wir in die Schule gingen und es das Wort cool noch gar nicht gab. Hin und wieder versuchte ein Lateinlehrer, uns den Unterricht mit den Abenteuern von dem listigen kleinen Gallier und seinem dicken Kumpel zu versüßen. Denn Gallien ist nicht Entenhausen - das gab es wirklich. Es lag ungefähr da, wo heute Frankreich ist. Wer von euch Latein lernt, wird früher oder später das Buch "Der gallische Krieg" in die Finger kriegen. Geschrieben hat es Caius Julius Cäsar, den ihr auch aus den Asterix-Heften kennt. Er war wirklich der oberste Feldherr der Römer und unterwarf Gallien. Ganz Gallien? Nein!

Naja, das kleine Dorf, wo Asterix, Obelix, Majestix und die anderen wohnen, gab es in Wirklichkeit nicht. Aber einen gallischen Fürsten, der die Römer bis aufs Blut bekämpfte. Er hieß Vercingetorix, genau wie in "Asterix und der Avernerschild". Und es gab auch Druiden wie Miraculix. Das waren Priester, die wahrsagen und Träume deuten konnten. Wer weiß, ob sie nicht auch Zaubertränke brauten? Und es gab Barden. Allerdings hatten es die meisten von ihnen besser als Troubadix. Wenn sie sangen, hielten die anderen die Klappe, anstatt sie zu fesseln und zu knebeln. Und die schöne Cleopatra, die seit Donnerstag in "Asterix und Obelix: Mission Cleopatra" im Kino zu sehen ist? Na, die gab es natürlich auch! Cäsar und sie haben sich sogar gekannt. Ob aber wirklich ein kleiner Blonder und ein dicker Rothaariger mit einem winzigen weißen Hund bei ihr aufgekreuzt sind, weiß man nicht so genau...

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