Zeitung Heute : Auch in der PR-Branche sind jetzt die Headhunter unterwegs - Abwerbehonorare gehören zur Tagesordnung

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Die Nachfrage nach guten, professionell ausgebildeten Talenten übersteigt "zur Zeit dramatisch das Angebot im Personalmarkt." Solche Aussagen gibt es normalerweise nur über die IT-Branche, doch jetzt wird auch der rote Teppich für qualifizierten Publik Relations-Nachwuchs ausgerollt. Die Bayerische Akademie für Werbung und Marketing (BAW, t 089 / 48 09 09 - 24, Internet: www.baw-online.de ) in München hat für das Jahr 1999 über 2.000 zusätzlich geschaffene PR-Stellen in Agenturen und Unternehmen gezählt.

Inzwischen, berichtet die BAW, würden für PR-Newcomer "Kopfgelder" gezahlt und hohe Abwerbehonorare seien sowieso an der Tagesordnung. In den Wachstumsbranchen Informationstechnologie, bei Online-Medien, in der Finanzkommunikation, aber auch beim Pharma- und Gesundheits-Marketing herrsche bereits Personalnotstand. Als Voraussetzung für "eine steile Karriere" nennt die BAW die Fähigkeit "zu vernetztem Denken" und "die souveräne Beherrschung der gesamten Kommunikations-Klaviatur". Ein abgeschlossenes Hochschulstudium allein sei heute allerdings "definitiv kein Karriere-Persilschein mehr". Vielmehr würden im Zuge von Spezialisierung und Divisionalisierung "fachakademische Zusatzqualifikationen" mehr und mehr gefragt. Die Gehälter "nach kompakter Ausbildung und einigen Jahren Berufserfahrung" bewegen sich laut BAW zwischen 100 000 und 160 000 Mark im Jahr.

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