Zeitung Heute : Auch Platzeck kritisiert jetzt Becks Öffnung zur Linken

Berlin - Vor der Sitzung der SPD-Führung am Montag in Berlin spitzt sich der Streit um den Kurs von Parteichef Kurt Beck gegenüber der Linkspartei weiter zu. So warnte auch Becks Vorgänger im SPD-Vorsitz, Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck, vor einer Öffnung zur Linken. Wer glaube, „der Linkspartei hinterherlaufen zu müssen, der riskiert, dass wir für jeden Wähler, den wir am linken Rand vielleicht gewinnen können, zwei, drei oder vier Wähler in der gesellschaftlichen Mitte verlieren“, sagte er der „Super-Illu“. Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) verwies indessen auf den von Beck initiierten Beschluss, dass es mit der Linkspartei im Bund keine Kooperation geben werde. Beck sei durch die Debatte nicht geschwächt, sondern sitze fest im Sattel, sagte er im Deutschlandfunk.

In der Debatte um die Kanzlerkandidatur wies Außenminister Frank-Walter Steinmeier einen „Spiegel“-Bericht als Unsinn zurück, wonach eine Gruppe um SPD-Vize Peer Steinbrück plane, ihn statt Beck gegen Kanzlerin Angela Merkel antreten zu lassen. Die Entscheidung habe nicht angestanden, und er sehe „keinen Grund, sie wegen dieser Situation vorzuziehen“, sagte der SPD-Vize. ddp/dpa

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